Zum Neustart gibt’s Geschenke Uni Osnabrück begrüßt 3800 Erstsemester

Von Marie-Luise Braun


Osnabrück. Es war wieder mal ein bisschen wie Weihnachten, es fehlte nur das Glöckchen, mit dem zur Bescherung gerufen wurde: Erst warteten die Erstsemester vor der Osnabrückhalle auf Einlass, und als die Tür aufging, gab es drinnen Geschenke. Mit viel Unterstützung aus der Wirtschaft begrüßte die Universität am Mittwoch ihre 3800 Erstsemester. Mit ihnen steigt die Zahl der Uni-Studierenden in Osnabrück auf 12850.

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An fast jedem Stand im Foyer konnten die Uni-Neulinge etwas abgreifen: Geboten wurden Kulis, Luftballons, Datteln und Schokolade, zudem gab es diverse Baumwolltaschen mit Infomaterial, vergünstigte Abos für Zeitungen und Zeitschriften, eine Fahrradverlosung, und wer wollte, konnte 100 Euro von der Stadt einstreichen: „Wenn ihr euren Erstwohnsitz in Osnabrück anmeldet und ein Jahr hier wohnt. Dann spart ihr auch die Zweitwohnsitzsteuer, die wir einführen werden“, sagte Thomas Fillep, der Finanzvorstand der Stadt Osnabrück.

Ob es wohl ein Zufall war, dass ausgerechnet der Kämmerer als Vertreter der Stadt zum Grußwort kam? Denn nicht nur immer mehr Firmen entdecken Studierende als interessante Zielgruppe. So gibt es beispielsweise im Internet zahlreiche Einträge zum Thema „Marketing Zielgruppe Studierende“. Und waren es 1990 noch 20 Stände, an denen Unternehmen und Dienstleister aus der Region Erstsemester als Kunden gewinnen wollten, sind es mittlerweile 80 geworden, inklusive Hochschulsport, Gleichstellungsbüro, Zentraler Studienberatung und weiterer Einrichtungen der Universität und des Studentenwerks.

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Auch der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist dabei. Vier Tage haben die Referenten gebraucht, um die 1500 schwarzen Taschen mit Info-Material für die Erstis zu füllen, die diese bei der Eröffnung erhalten. Am Ende laufen manche von ihnen mit acht verschiedenen Taschen durch die Säle.

Inhaltlich wurde dann auch noch etwas geboten. So gab Joachim Härtling als Vize-Präsident für Forschung und Lehre den Erstsemestern drei Tipps mit auf den Weg: Er rief sie auf, die Lehre der Universität stets kritisch zu hinterfragen. „Engagieren Sie sich“, empfahl er ihnen und nannte dann als Beispiel die Hochschulpolitik. Und als letzten Punkt riet er: „Gehen Sie Ihren eigenen Weg“, und fügte dann hinzu: „Nutzen Sie alle Möglichkeiten, die Sie in Ihrer eigenen Entwicklung voranbringen.“ Dazu gehöre auch, mal nach rechts und links und eben nicht nur auf den Stundenplan der Universität, die Organisation von Praktika und in Bücher zu blicken.