Patientensicherheit verbessern Spezialisten für Brustkorbchirurgie tagten in Osnabrück

Von Kerstin Pentermann

Informationsaustausch unter Brustkorb-Experten: DGT-Vizepräsidentin Dr. Gunda Leschber, Dr. Ludger Hillejan (Chefarzt für Thoraxchirurgie im St.-Raphael-Krankenhaus Ostercappeln), Dr. Peter Gausmann, Experte für Patientensicherheit und Risikomanagement, und DGT-Präsident Dr. Christian Kugler (von links). Foto: Hermann PentermannInformationsaustausch unter Brustkorb-Experten: DGT-Vizepräsidentin Dr. Gunda Leschber, Dr. Ludger Hillejan (Chefarzt für Thoraxchirurgie im St.-Raphael-Krankenhaus Ostercappeln), Dr. Peter Gausmann, Experte für Patientensicherheit und Risikomanagement, und DGT-Präsident Dr. Christian Kugler (von links). Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Auf der 23. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) in der Osnabrückhalle standen jetzt unter anderem die Themen „Risikomanagement und Patientensicherheit“ im Fokus von 41 Sitzungen und Workshops, bei denen sich die 800 Teilnehmer aus Deutschland und weiteren europäischen Ländern sowie Russland über die neuesten medizinischen Standards austauschten. Die Gesellschaft für Thoraxchirurgie hatte sich mit Osnabrück zum ersten Mal für einen Tagungsort in Niedersachsen entschieden, um zu einer der deutschlandweit größten medizinischen Fachveranstaltungen einzuladen.

Für den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie , Dr. Christian Kugler, ist die Jahrestagung ein wichtiges Instrument, um die Professionalität der Thoraxchirurgie zu fördern und damit auch die fachlich hohe Kompetenz in diesem Bereich durch stetigen Austausch zu fördern. Das Thema Patientensicherheit und Risikomanagement sei in den Mittelpunkt gerückt, weil es von der Politik als internationales Gesundheitsziel definiert worden sei, so Kugler. DGT-Vizepräsidentin Dr. Gunda Leschber ergänzte: „Die Sicherheitsstandards sind in unseren Zentren sehr hoch. Wir arbeiten aber gerne auf diesem Gebiet, um uns weiter zu verbessern und Pionierarbeit auch für andere Fachbereiche zu leisten.“ Eine Zusammenarbeit der DGT bestehe mit allen Thorax- und Lungenkrebszentren sowie der Deutschen Krebsgesellschaft.

Dr. Peter Gausmann ist Experte für Risikomanagement und Patientensicherheit. Er erklärte, dass es sich bei der Fokussierung der Themen auch um eine internationale Bewegung handele. „Risikomanagement ist zudem ein Marketinginstrument, dass die Kliniken für sich nutzen können“, so der Fachmann. Der Sicherheitsstandard sei in den deutschen Kliniken ohnehin sehr hoch. Das optimale Risikomanagement setze bereits in der Diagnostik an. Der Patient fühle sich so von Anfang an gut aufgehoben. In einer lückenlosen Dokumentation über die Behandlung jedes Patienten ließen sich im Rahmen eines Risikomanagements Schadensfälle und daraus resultierende Schadensketten leichter erkennen und auch vermeiden.

Patientensicherheit und Risikomanagement betreffen auch die Frühdiagnostik. Dr. Ludger Hillejan, Chefarzt für Thoraxchirurgie im St.-Raphael-Krankenhaus in Ostercappeln, hob in diesem Zusammenhang die neuen Entwicklungen bei der Behandlung von Lungenkrebs im Frühstadium hervor. Kleine Tumore könnten durch minimale Schnitte im Rahmen der sogenannten „Schlüssellochchirurgie“ entfernt und den Patienten so durch minimale Eingriffe geholfen werden. Auch durch die moderne Strahlentherapie seien früh erkannte Erkrankungen erfolgreich und dauerhaft zu heilen.


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