Abschiebung gescheitert Unterstützer blockieren Zufahrt zu Flüchtlingsheim in Osnabrück

Asylbewerberheim Landwehrstraße. Foto: Michael GründelAsylbewerberheim Landwehrstraße. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Das Osnabrücker „Bündnis gegen Abschiebung“ hat am Mittwochmorgen erneut verhindert, dass ein Flüchtling nach Italien gebracht wird.

Wie Marie Weiß vom Bündnis mitteilte, sollte ein junger Mann aus Somalia am frühen Morgen aus dem Flüchtlingsheim in der ehemaligen Kaserne an der Landwehrstraße abgeholt und nach Italien zurückgebracht worden, wo er einen Asylantrag gestellt hatte. Etwa 60 bis 70 Demonstranten blockierten ab 6.30 Uhr die Zufahrt oder hielten auf der Treppe zum Zimmer des Somaliers Wache. Zu einer Abschiebung kam es nicht. Wie in mehreren Fällen zuvor, schritten die Behörden nicht ein.

Die Abschiebungen gründen sich auf dem Dubliner Übereinkommen , wonach Asylanträge dort bearbeitet werden, wo der Flüchtling zuerst eingereist ist.

Das „Bündnis gegen Abschiebung“ kritisiert, dass Flüchtlingen eine Rückführung in Zukunft nur noch einmal angekündigt werden soll. Beim zweiten Mal könne das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unangemeldet vorgehen und Betroffene ohne Vorwarnung in das Erstaufnahmeland zurückbringen lassen.


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