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Wohnungsbau Drei große Baustellen an Osnabrücker Martinistraße

Von Stefanie Witte


Osnabrück. Wer in diesen Tagen die Martinistraße entlangfährt, könnte meinen, in Osnabrück gebe es einen Bauboom. Innerhalb von rund zweihundert Metern befinden sich drei große Bauprojekte.

Am auffälligsten ist eine zukünftige Baustelle an der Martinistraße/Ecke Adolfstraße. Hinter einer Mauer stehen Schilder, die den Bau von 34 Eigentumswohnungen ankündigen. Das Projekt wird im Internet beworben. „Gehoben, aber nicht abgehoben“ soll das Haus sein, das hier ab dem nächsten Jahr gebaut wird, sagt Jan Girndt, Geschäftsführer der Castell Projektgesellschaft. Die Münsteraner GmbH ist Bauträger und vermarktet die Immobilie. Im November soll das Haus an der Martinistraße 62 abgerissen werden. Ein Mieter lebe noch dort, so Girndt. Der habe aber auch schon eine neue Wohnung gefunden. Zu Beginn des nächsten Jahres soll dann das neue Gebäude entstehen. Eine Website preist bereits jetzt den zukünftigen Wohnraum an. Demnach sollen Wohnungen mit Flächen von 32 bis 120 Quadratmetern entstehen, fast alle mit Balkon oder Dachterrasse und inklusive Tiefgaragenplätzen. Der Grundriss der Wohnungen sei offen gestaltet, die Fenster bodentief. Ihre Möbel können Mieter auf Eichenholzparkett stellen. Geheizt wird mit Erdwärme.

Die Preise für die Wohnungen variieren laut Preisliste von 99000 Euro für eine 37-Quadratmeter-Wohnung bis hin zu 406000 Euro für die mit knapp 120 Quadratmetern größte Wohnung. Ein Tiefgaragenstellplatz kostet 16000 Euro.

15 Monate soll der Bau dauern. Die Castell Projektgesellschaft wirbt mit dem Satz, hier gebe es ausreichend „Platz für Studenten, Singles und Paare mit Lust auf jede Menge städtisches Leben.“ Das Haus befinde sich in einem „der schönsten Viertel Osnabrücks, dem Katharinenviertel“. Dass sich das Objekt direkt an einer der wichtigsten Ausfallstraßen Osnabrücks befindet, verschweige man den Interessenten nicht, sagt Jan Girndt. Direkt an der Martinistraße sei klar: „Wenn man die Fenster aufmacht, wird es laut.“ Mögliche Käufer gebe es schon vor Baubeginn viele, so der Geschäftsführer. Dabei handele es sich vorwiegend um Osnabrücker.

Auch an der Martinistraße/Ecke Uhlandstraße stehen Bauzäune. Fußgänger können dort derzeit nur eine Straßenseite benutzen. Das Gebäude, das dort stand und früher unter anderem ein Blumengeschäft beherbergt hat, ist abgerissen worden. Der sandige Untergrund ist ebenerdig. Laut Stadt Osnabrück entsteht auf dem Gelände ein Wohngebäude.

An der Martinistraße/Ecke Herderstraße herrscht im Gegensatz zu den beiden benachbarten Baustellen reger Betrieb: Die Straße ist dort zur Hälfte mit Warnbaken abgesperrt, damit Platz für einen großen Kran ist. Hier entsteht ebenfalls ein Wohngebäude.