Mal punkig, mal träge Fu Manchu rocken im Osnabrücker Rosenhof

Von Tom Bullmann


Osnabrück. Mehr Glück als beim letzten Osnabrück-Besuch hatte das kalifornische Quartett Fu Manchu beim diesjährigen Konzert im Rosenhof. 2010 hatte sich Sänger Scott Hill am Fuß verletzt und konnte seinen Auftritt nur mit reduziertem Einsatz absolvieren. Jetzt waren die schwer rockenden Amerikaner wieder da: Ohne Handicap gaben Scott und seine Kollegen alles.

Damals war Hill offenbar nach dem Soundcheck in der Kleinen Freiheit unglücklich ausgerutscht, sodass er sich den Fuß verstauchte. Sichtlich unter Schmerzen entschloss er sich, den Auftritt im ausverkauften Musikclub trotzdem zu bestreiten. Diese Probleme stellen sich jetzt wohl nicht. Nach einem starken Support-Auftritt von Bloodnstuff, einer Zweikopfband aus Minneapolis, die versiert Gitarre und Schlagzeug mit Gesang kombiniert, entern Fu Manchu die Bühne, um das traditionelle Rückkopplungs-Gewitter zu erzeugen, das in den mitreißenden Opener „Eatin’ Dust“ übergeht.

Und dann zeigt die Band, dass ihr Stoner- oder Desert-Rock seit 1987, dem Gründungsjahr, gut gereift ist – ohne dabei abgehangen zu wirken. Voller Saft und Kraft mischen die vier alte Kracher wie „The Falcon Has Landed“ oder „Hell on Wheels“ mit aktuellen Songs vom neuen Album „Gigantoid“.

Die Gitarren können nicht ohne Verzerrer, die Beats sind massiv, mal punkig schnell, mal träge, der Gesang stark mit eingängigen Chorussen. Psychedelische Ausflüge werden von straighten Rockern verfolgt, von denen das Publikum gar nicht genug kriegen kann.