Betriebsausschuss Abfallgebühren 2015 im Landkreis Osnabrück

Die Abfallgebühren werden im Landkreis Osnabrück zum neuen Jahr steigen. Foto: dpaDie Abfallgebühren werden im Landkreis Osnabrück zum neuen Jahr steigen. Foto: dpa

pm/wie Georgsmarienhütte. Zum 1. Januar tritt die neue Abfallgebührensatzung für den Landkreis Osnabrück in Kraft. Nachdem die Abfallgebühren in den vergangenen fünf Jahren stabil blieben, werden sie zum neuen Jahr steigen. Der Betriebsausschuss verabschiedete am Montag einstimmig die neue Gebührensatzung für den Landkreis.

Turnusgemäß wird zum 1. Januar 2015 eine neue Abfallgebührensatzung für den Landkreis Osnabrück mit einer Laufzeit von drei Jahren in Kraft treten. Im Auftrag des Landkreises Osnabrück ist die Awigo, eine mittelbar 100-prozentige Tochtergesellschaft des Landkreises, für die öffentlich-rechtliche Entsorgung im Osnabrücker Land zuständig.

In den vergangenen Monaten hat die Awigo eine Kalkulation über die voraussichtlichen Kosten für die öffentlich-rechtliche Abfallentsorgung von Anfang 2015 bis Ende 2017 erstellt. Auf deren Basis wurde dann eine dreijährige Gebührenkalkulation erstellt, die nun von dem zuständigen politischen Gremium des Landkreises Osnabrück beschlossen wurde.

Dabei entwickeln sich die Gebühren nicht für alle gleich. Für einen Ein-Personen-Haushalt mit jeweils 60-Liter-Behältnissen für Rest- und Bioabfall entstehen ab Anfang 2015 Mehrkosten von 4,82 Euro im Jahr beziehungsweise 0,40 Euro im Monat. Das entspricht einer Steigerungsrate von 3,4 Prozent. Ein Vier-Personen-Haushalt mit 240-Liter-Behältnis für Restmüll sowie 60-Liter-Behältnis für Bioabfall wird dagegen jährlich mit zusätzlich 9,02 Euro beziehungsweise monatlich 0,75 Euro belastet, umgerechnet also eine Gebührenerhöhung um 3,9 Prozent.

Für Bewohner großer Wohnanlagen hingegen, die ihre Abfälle über Vierradbehälter entsorgen, werden die Gebühren sinken. Hintergrund sind niedrigere Kosten für diesen Leistungsbereich.

„Alleine die Preisgleitklauseln in den großen Verträgen sorgen für permanente Kostensteigerungen. Darüber hinaus haben wir in der Vergangenheit stetig in die abfallwirtschaftliche Infrastruktur des Landkreises investiert und unseren Kundenservice verbessert. Natürlich ziehen auch diese getroffenen Entscheidungen erhöhte Personal- und Prozesskosten nach sich“, begründet Awigo-Geschäftsführer Christian Niehaves die notwendige Gebührenerhöhung.

Immerhin: Die Kalkulation auf drei Jahre angelegt sei und die Gebühren somit bis Ende 2017 konstant blieben.

Wer schon jetzt seine zukünftige Abgabenbelastung ermitteln möchte, kann die neue Gebührentabelle unter www.awigo.de ab sofort herunterladen.

Darüber hinaus beantwortet das Awigo-Servicetelefon unter der Telefonnummer 0 54 01 / 36 55 55 Fragen und gibt weitere Informationen.