Auffällige Aktion am Rathaus „flow›k“: neues Carsharing-Angebot in Osnabrück

Von Marie-Luise Braun

30 Autos auf dem Marktplatz: Mit einer großen Werbeaktion am Rathaus ins Osnabrück wollte Stadtteilauto am Samstag auf ihr neues Carsharingangebot „flow›k“ aufmerksam machen. Foto: Gert Westdörp30 Autos auf dem Marktplatz: Mit einer großen Werbeaktion am Rathaus ins Osnabrück wollte Stadtteilauto am Samstag auf ihr neues Carsharingangebot „flow›k“ aufmerksam machen. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Das war für viele Passanten ein echter Hingucker am Samstagnachmittag: 30 baugleiche Autos in derselben Farbe parkten in Reih und Glied vor dem Rathaus. Mit der Aktion wollte Stadtteilauto auf sein neues Angebot aufmerksam machen.

In mit „flow›k“ gekennzeichneten Autos können die Mitglieder von Stadtteilauto einfach einsteigen, wenn sie eines von ihnen an der Straße parken sehen oder per App den Standort ausmachen.

„Jetzt“, antwortete Stadtteilauto-Geschäftsfrüher Christian Kluck auf die Frage einer Frau, wann es denn losgehe mit „flow›k“. Denn direkt nach dem Ende der Präsentation konnten die Fahrzeuge gebucht werden, nachdem sie irgendwo im Stadtgebiet abgestellt worden waren.

Die Autos von „flow›k“ (sinngemäß etwa „fließendes Auto“) sollen noch einfacher und flexibler zu buchen sein, als es ohnehin schon bei Stadtteilauto möglich sei, erläuterte Christian Reining, Prokurist von Stadtteilauto. Eine Buchung über das Internet, wie sonst bei Stadtteilauto üblich, ist mit diesen Autos nicht notwendig. „Sie können spontan genutzt werden“, betonte Reining. Das heißt: Wenn Mitglieder ein freies Fahrzeug sehen, können sie mit ihrer Zugangskarte einfach einsteigen und losfahren. Auch das Ende der Fahrt kann individuell erfolgen, ohne dass es zuvor festgelegt werden muss.

Von Vorteil sei auch, dass die „flow›k“-Autos nicht an einen festen Standort zurück gebracht werden müssen. Sie können einfach dort stehen bleiben, wo sie zuletzt genutzt wurden. Nicht zuletzt wird bei „flow›k“ nicht halbstündlich, sondern minutengenau abgerechnet. Steht das Auto, endet der Tarif.

Wer bei „flow›k“ mitmachen möchte, zahlt für die Anmeldung einmalig 29 Euro. Pro Minute kostet die Fahrt 0,10 Euro, pro Kilometer 29 Cent. Zudem gibt es gesonderte Tarife für eine Stunde 4,80 Euro, für einen Tag 50 Euro. Weitere laufende Kosten, beispielsweise eine monatliche Grundgebühr gibt es bei „flow›k“ nicht.

Beim Parken wird unterschieden zwischen einer 0-Euro-Zone, innerhalb der das Auto kostenlos abgestellt werden kann. Stellen Nutzer das Fahrzeug außerhalb dieser Zone ab, kostet das 5 Euro, in einer weiteren Zone 10 Euro. Wer das Auto von dort in die Kernzone zurückfährt, erhält jeweils den genannten Betrag gutgeschrieben. „Dauerhaft abgestellt werden darf ein Fahrzeug natürlich nur in Osnabrück – wer in andere Städte fährt, muss das Auto natürlich zurückbringen“, erläuterte Stephan Rolfes vom Vorstand der Stadtwerke Osnabrück. Das Unternehmen ist seit 2011 mit 50 Prozent an Stadtteilauto beteiligt.

Die Fahrzeuge dürfen überall kostenlos abgestellt werden – ob auf Anwohnerparkplätzen, Parken mit Parkschein oder Parkscheibe. Ausgenommen sind Parkhäuser der OPG.

„Wir wollen die Osnabrücker mobil halten“, sagte Rolfes bei der Präsentation. Mit „flow›k“ sei ein weiterer Meilenstein für die flexible Gestaltung von Mobilität in Osnabrück hinzugekommen. „Es sind 30 Autos mit unendlich vielen Stellplätzen“, betonte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der im Aufsichtsrat der Stadtwerke sitzt.

„Wir möchten Menschen dazu bewegen, auf das eigene Auto zu verzichten“, sagte Stadtbaurat Frank Otte und: „Stellen Sie sich vor, wie viel Raum für den ruhenden Verkehr auf diese Weise reduziert werden könnte.“ Er nutze Stadtteilauto bereits beruflich, nach der Einführung von „flow›k“ will er das Angebot nun auch privat in Anspruch nehmen, das komplett mit Fahrzeugen des Typs „up!s“ von VW bestückt ist.

Weitere Infos unter www.flow-k.de