Die Zahnlücke aus dem Krieg So sah es vor dem Bau der Kamp-Promenade aus

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Osnabrück. Wie sah es eigentlich am Kamp aus, als es die Kamp-Promenade noch nicht gab? Das Areal zwischen dem Kamp und der Großen Hamkenstraße gehörte lange Zeit zu den Zahnlücken, die der Zweite Weltkrieg mit seinen Bombenangriffen ins Stadtbild gerissen hatte. Erst in den 80er-Jahren verschwanden die letzten rußgeschwärzten Ruinen.

Ein von der Stadt geplantes Kulturelles Zentrum scheiterte an den Kosten. Die wenigen verbliebenen Häuser verschwanden nach und nach von der Bildfläche, und die Parkplätze breiteten sich immer weiter aus – vom heutigen Adolf-Reichwein-Platz bis zum Neumarkt-Carrée.

In diesem wenig erbaulichen Umfeld gab sich niemand Mühe, die Rückfronten der Großen Straße ansehnlich zu gestalten. Vorne hui, hinten pfui: Eine Rampe, die zu einem Parkdeck führte, galt als Gipfel der Hässlichkeit. Einer der wenigen Lichtblicke in diesem öden Hinterhof war der hölzerne Pavillon von Eis-Toscani – vom Frühjahr bis zum Herbst ein beliebter Treffpunkt, im Sommer auch mit Außengastronomie.

1997 schrieb die Stadt einen Investorenwettbewerb aus. Der Gewinner sollte das 5500 qm große Baugrundstück für 15 Millionen Mark (ca. 7,5 Millionen Euro) kaufen und sein Projekt zügig realisieren. Am Ende machte die Multi Development Corporation aus Düsseldorf das Rennen. Aber bis zum ersten Spatenstich vergingen noch ein paar Jahre.

2002 begannen die Bauarbeiten. Zur Großen Straße wurde ein breiter Durchbruch geschaffen, 2003 drehten sich drei riesige Baukräne über dem Gelände. Im Februar 2004 war der Rohbau fertig, im September fand die Eröffnung statt.


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