Patienten besorgt Ameos Osnabrück bereitet sich auf Streik vor

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Vor einem Jahr wurde der Tarifvertrag gekündigt. Die Ameos-Beschäftigten drängen auf Verhandlungen. Ihrer Forderung wollen sie nun mit einem unbefristeten Streik Nachdruck verleihen. Foto: Michael GründelVor einem Jahr wurde der Tarifvertrag gekündigt. Die Ameos-Beschäftigten drängen auf Verhandlungen. Ihrer Forderung wollen sie nun mit einem unbefristeten Streik Nachdruck verleihen. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Das Ameos Klinikum bereitet sich auf den ab Dienstag angekündigten Streik vor. Aufgrund der stark eingeschränkten Therapiemöglichkeiten könnten einige Patienten für die Zeit des Ausstandes beurlaubt werden, sagte der Ärztliche Direktor Dr. Bernhard Croissant auf Anfrage unserer Zeitung.

Keinesfalls würden Stationen komplett geschlossen und Patienten „in die Ungewissheit oder Obdachlosigkeit“ entlassen. Patienten verschiedener Stationen hatten sich bei der NOZ gemeldet, weil sie befürchten, am Montag entlassen zu werden. Zugleich forderten sie den Ameos-Konzern zu Tarifverhandlungen auf.

Vor einem Jahr hatte Ameos den Tarifvertrag gekündigt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi habe es seither keine Bereitschaft zu Verhandlungen gegeben. Nach Warnstreiks und Demonstrationen wurde nun zu einem unbefristeten Streik ab 30. September, 6.30 Uhr, aufgerufen. Die Verantwortung für die Patienten liege beim Arbeitgeber, sagt Gewerkschaftssekretärin Nicole Verlage. Die Beschäftigten, die mit der Versorgung, Pflege und Therapie der Patienten betraut sind, hätten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Um das Wohl der Patienten nicht zu gefährden, gebe es einen Notdienst.


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