Stadt gestaltet Plätze neu Katharinenviertel: Spielgeräte auch für Erwachsene

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Osnabrück. Nicht nur Kinder spielen gerne. Im Katharinenviertel ist ein Spielplatz entstanden, der auch Jugendlichen und Erwachsenen etwas zu bieten hat. Mitte Oktober soll er eröffnet werden. Auch auf dem benachbarten Gustav-Heinemann-Platz tut sich was.

Das Baugebiet Mittewest auf dem früheren Busdepot gab den Anstoß, einen neuen Spielplatz anzulegen. Weil die neuen Häuser zwischen der Ernst-Sievers-Straße und der Lotter Straße ziemlich dicht stehen, hat sich die Stadt entschieden, den nahe gelegenen Carl-Hermann-Gosling-Platz umzugestalten. Das Geld für die neue Anlage – 200000 Euro – wurde aus Städtebauförderungsmitteln aufgebracht. Dabei steuern der Bund, das Land Niedersachsen und die Stadt Osnabrück jeweils ein Drittel bei. Diese für die Stadt günstige Finanzierung kam zustande, weil die Neubausiedlung auf der ehemaligen Industriebrache ein Sanierungsgebiet ist.

Großkronige Linden und markante Birken prägen die Grünanlage auf dem Carl-Hermann-Gosling-Platz seit vielen Jahren. Die Umgestaltung nimmt darauf Bezug, einige Bäume wurden ihr allerdings geopfert, und die Wegeführung wurde geändert. Auf den ersten Blick fällt nicht unbedingt auf, dass die Fläche zweigeteilt ist: Der nördliche Teil entlang der Augustenburger Straße soll vor allem eine Ruhezone für die Bewohner der umliegenden Straßen sein. Die Bänke haben eine verlängerte Sitzfläche, die zum Entspannen oder Sonnenbaden einladen soll.

Auf dem größeren südlichen Teil entlang der Katharinenstraße darf getobt und gespielt werden, Alkohol und Hunde sind tabu. Ins Auge fällt zunächst die neue Kletterkombination, die vor allem Kinder und Jugendliche ab 12 ansprechen soll. Wer den künstlichen Felsen erklimmt, kann auf verschiedenen Pfaden mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden nach oben gelangen. Die drei Meter Höhe seien das Maximum, ohne dass ein Fallschutz eingebaut werden müsse, sagt Hartmut Damerow vom Osnabrücker Servicebetrieb (OSB).

In der Platzmitte ist eine künstliche Senke mit einer Ballspielfläche entstanden, paralell zur Katharinenstraße stehen Mehrgenerationen-Fitnessgeräte. Dazu gehören ein Stepper, ein Rückentrainer und ein Duplex-Schultertrainer. „Die werden gut angenommen“, sagt Hartmut Damerow mit Blick auf andere Spielplätze. Schade nur, dass sie schon mit einem Klebefilm überzogen sind, weil sie unter den Linden stehen.

Dass es auf der neu gestalteten Spielfläche keine Angebote für kleine Kinder gibt, ist Absicht, wie Damerow vermerkt. Nur 150 Meter stadteinwärts sind es bis zum Gustav-Heinemann-Platz. Der Spielplatz gehört mit seinen vielfältigen Geräten zu den beliebtesten Tummelplätzen der Kleinkinder in Osnabrück. Ein Schattendasein fristete bislang allerdings die Grünanlage östlich davon.

Er bestand aus ein paar Bänken, einem Basketballkorb und den Überresten des verunglückten Okki-Projekts aus den 80er Jahren – nicht gerade etwas, das Aufenthaltsqualität versprach. Auf Initiative des Bürgervereins Katharinenviertel hat die Stadt die Fläche jetzt neu gestaltet. Eine Boule-Bahn vor dem Trafo-Häuschen, sechs Bänke und ein Bodentrampolin sollen den Platz zu einem Anziehungspunkt für jüngere und ältere Bewohner aus dem Viertel machen.

Die Wege wurden neu angeordnet und das Basketballfeld etwas vergrößert. Neu gestaltete Freiflächen laden dazu ein, Frisbee oder Federball zu spielen. Ein ein Meter hoher Stabgitterzaun lässt den Platz nach außen geschlossener erscheinen, ohne dass der Blick auf die teilweise denkmalgeschützten Häuser beeinträchtigt würde. 30000 Euro hat die Umgestaltung nach Auskunft von Hartmut Damerow gekostet. Die Kosten seien vor allem durch den Einsatz von Auszubildenden im Rahmen geblieben. Jetzt muss nur noch der Rasen anwachsen. Voraussichtlich Ende Oktober soll der Platz freigegeben werden.


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