Licht ins Dunkel bringen Subway Revival Party am Samstag im Rosenhof

Von Thomas Wübker

Erinnerungen an die Osnabrücker Diskothek Subway wecken die drei DJ’s Jörg Grunwald, Tom Bullmann und Paul Vennemann am Samstag im Rosenhof. Foto: Thomas OsterfeldErinnerungen an die Osnabrücker Diskothek Subway wecken die drei DJ’s Jörg Grunwald, Tom Bullmann und Paul Vennemann am Samstag im Rosenhof. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Eine Lagerhalle an der Pagenstecherstraße war von 1983 bis 1995 Treffpunkt für viele Jugendliche aus Osnabrück und dem Umland. Viele von ihnen haben die Diskothek Subway buchstäblich in dunkler Erinnerung, denn ein Markenzeichen des Clubs war dessen düstere Beleuchtung. Licht ins Dunkel bringen an diesem Samstag, 27. September, drei ehemalige DJs des Subway bei der dritten Revival-Party im Rosenhof.

Die Erinnerung an das Subway erhellen wollen Tom Bullmann, Paul Vennemann und Jörg Grunwald – wie schon bei den beiden vorherigen Partys – unter anderem mit einer Dia-Show, die Bilder aus den zwölf Subway-Jahren zeigt. Viel neues Material wird nicht zu sehen sein. „Das Potenzial ist begrenzt. Früher hatte ja keiner ein Foto-Handy in der Tasche“, sagt Tom Bullmann.

Ab 21 Uhr werden am Samstag die Dias gezeigt. Dieses Mal wird allerdings nur „Unterhaltungsmusik“ dazu gespielt und nicht geredet. „Ab 22 Uhr geht die Post ab“, sagt Jörg Grunwald, den die ruhige Stunde an die Zeit zwischen 21 und 23 Uhr erinnert, als früher im Subway die Gruftis über die Tanzfläche „gewandert“ seien. So beschreibt er den Tanzstil der schwarz gekleideten Jugendlichen, die sich im dunklen Subway besonders wohlgefühlt haben.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Manch ein Besucher mag sich zwar angesichts seines Alters mittlerweile scherzhaft als Grufti bezeichnen, Grufti-Musik wird jedoch nicht gespielt. Die Spannbreite reicht von den Simple Minds über Talk Talk und U2 bis Depeche Mode. „Dazu kommen noch einige One-Hit-Wonder, die heute kaum noch jemand kennt“, sagt Tom Bullmann, der die komplette Zeit des Subway von 1983 bis 1995 hinter dem DJ-Pult verbracht hat. Paul Vennemann legte von 1984 bis 1994 und Jörg Grunwald von 1989 bis 1993 Platten an der Pagenstecherstraße auf.

„Die Leute waren witzig“, sagt Paul Vennemann über die damalige Zeit. „Manche haben die Nase gerümpft und sind lieber in den Hyde Park gegangen“, erzählt Jörg Grunwald. Tom Bullmann, der im „Park“ wie auch im Subway aufgelegt hat, sagt: „Wir waren kein Untergrund, sondern Mainstream.“ Lachend erinnert er sich, dass er in der Anfangszeit des Techno auch mal Scooter gespielt hat. „Die Leute wollen miteinander tanzen, quatschen und alte Musik hören“, gibt Tom Bullmann die Marschrichtung für Samstag vor. Für die Subway-Revival-Party, die um 21 Uhr im Rosenhof beginnt, gibt es in jedem Fall noch Karten an der Abendkasse für sechs Euro. Aber früh kommen ist angesagt.


Was sonst noch läuft: Wies’n Clubbing, Alando Palais, Osnabrück, Fr., 26. 9., 22 Uhr: O’zapft is im Alando. Fesche Madl’n und kantige Buam treffen sich bei freiem Eintritt bis Mitternacht bei einem Getränke-Empfang. Zünftige Musi’ gibt es von DJ M’Gee, Master Jerry und Krid P. & Fun(k)house. Am Samstag geht die Wies’n Party weiter.

Morgenland-Party mit DJ Ipek, Lagerhalle, Osnabrück, Fr., 26. 9., 23 Uhr: Die deutsch-türkische DJane Ipek und Musiker des Festivals, die live spielen, wollen die Menge zum Tanzen bringen. DJ Ipek spielt legt einen innovativen Mix auf, der Stile der Türkei, Nordafrikas, Israels, Irans, des Balkans, Griechenlands und Bollywoods miteinander verbindet.

Leaf The Summer - When autumn comes..., Hyde Park, Osnabrück, 22 Uhr: DJ Marco legt Elektro, Pop, Indie, Rock und Charts auf und begrüßt damit den Herbst. Außerdem gibt es die letzten Sommergetränke-Specials.