Unbefristeter Streik bei Ameos Mitarbeiter in Osnabrück kämpfen für Tarifvertrag

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Seit Monaten kämpfen die Ameos-Mitarbeiter um einen neuen Tarifvertrag. Hier ein Foto von einer Aktion im Juli.  Foto: Gert WestdörpSeit Monaten kämpfen die Ameos-Mitarbeiter um einen neuen Tarifvertrag. Hier ein Foto von einer Aktion im Juli. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Die Gewerkschaft Verdi hat alle Beschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten im Osnabrücker Ameos-Klinikum zu einem unbefristeten Streik ab 30. September aufgerufen.

Vor fast einem Jahr hatte Ameos den Tarifvertrag gekündigt. „Bislang wurde vonseiten des Arbeitgebers alles darangesetzt, keine Verhandlungen stattfinden zu lassen“, heißt es in dem Streikaufruf. Trotz Warnstreiks, Demonstrationen und mehrfacher Aufforderungen sei der Arbeitgeber nicht zu Verhandlungen gekommen.

„Mit dem Spiel auf Zeit besteht die Gefahr, dass sich die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern und dadurch die Gesundheit der Beschäftigten aufs Spiel gesetzt wird.“ Durch die Gründung weiterer neuer Gesellschaften entstünden unterschiedliche Entlohnungssysteme, durch die die Belegschaft gespalten und in der Wahrnehmung ihrer Rechte geschwächt werde, warnt Verdi. In dem 2007 vom Land privatisierten Krankenhaus arbeiten 845 Mitarbeiter, darunter sind nach Gewerkschaftsangaben 140 Leiharbeiter und 100 studentische Hilfskräfte.

Mit Beginn der Frühschicht soll am Dienstag, 30. September für unbefristete Zeit die Arbeit niedergelegt werden. Die Versorgung der Patienten sei durch eine Notfallregelung gesichert. Am ersten Streiktag werden die Osnabrücker von beschäftigten des Ameos Klinikums Hildesheim unterstützt, die zu einem gemeinsamen Demonstrationszug ab 13 Uhr anreisen.

Anfang Juni hatte es bei Ameos Osnabrück den ersten Warnstreik gegeben. Drei Wochen später war ein weiterer Warnstreik abgesagt worden. Verdi hatte das mit Druck der Geschäftsführung begründet, die das zurückwies und kritisierte, dass es „derzeit keinen vertrauensvollen Umgang“ mit der Gewerkschaft Verdi gebe.

Unterstützung erhalten die Beschäftigten vom Osnabrücker Rat. Der hatte sich Ende Juli in einer Aktuellen Stunde einhellig für einen neuen Tarifvertrag eingesetzt.


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