Bundesweiter Tag des Handwerks Osnabrück: Die Lust am Hämmern und Bohren

Von Horst Troiza

Das Zimmererhandwerk ist mittlerweile bei jungen Leuten einer der beliebtesten Lehrberufe. Foto: Thomas OsterfeldDas Zimmererhandwerk ist mittlerweile bei jungen Leuten einer der beliebtesten Lehrberufe. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Beim bundesweiten „Tag des Handwerks“ lockte die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim mit der Handwerksarena massenweise Publikum auf den Domvorplatz.

Das Spektakel mit praktischen Vorführungen des Handwerks, Schnupperaktionen und einem Unterhaltungsprogramm rückte die Vielseitigkeit und die Ausbildungsmöglichkeiten der Innungsbetriebe. „Um Himmerls Willen, nicht noch eine Baustelle“, mögen manche Passanten gedacht haben, die am Vormittag zum Domhof kamen und dort auf rege Baggertätigkeit stießen. Die Sorge war unbegründet, denn Tiefbaupolier Sandro Wübker machte sich nicht am Untergrund des Platzes zu schaffen, sondern animierte Besucher der Handwerksarena zum Steuern seines tonnenschweren Baugerätes.

Ein paar Meter weiter war lautes Klopfen zu hören. Junge Handwerker der Innung der Zimmerleute errichteten unter großem Publikumsinteresse einen Gartenpavillon aus Vollholz. „Mittlerweile gehört unser Handwerk zu den beliebtesten Ausbildungsberufen“, berichtete Martin Stolte aus Bohmte, Lehrlingswart der Innung Osnabrück.

Wer Lust am Hämmern, Bohren oder Schleifen hatte war an diesem Tag am Domhof an der richtigen Adresse. „Es ist doch etwas anders, ob man nur gucken oder selbst Hand anlegen kann“, stellte Peter Voss, Präsident der Handwerkskammer fest. Die Imagekampagne des Handwerks gehe auf, wie das große Publikumsinteresse beweise. „Wir werben um Jugendliche, die bei uns Facharbeiter werden wollen. Das Handwerk stellt sich heute innovativ und karrierefördernd dar“.

Langeweile kam an diesem Tag wirklich nicht auf. Tischler, Elektrohandwerk, Metallinnung, Fahrzeuglackierer – hier können nur einige genannt werden, die ihr Berufsbild mit praktischen Vorführungen und Mitmach-Aktionen präsentierten. Einer der Publikumsmagneten war die Künstlerin Christine Dumbsky, die ein „Car-Tattoo“ genanntes Verfahren entwickelt, das Fahrzeugen ein trendiges Aussehen verleiht, das auch wieder entfernt werden kann.

Des Weiteren stellte sich die Polizei vor und machte auf Sicherheitsvorkehrungen zur Abwehr von Einbrechern aufmerksam, und Krankenkassen informierten über ihre Leistungsangebote. Zur Unterhaltung gab es unter anderem einen Segway-Parcours, die Band „Groove Onkels“ schlug gewaltig auf ´s Blech, hier besser gesagt: auf Mülleimer, und die Jumpstyler „Jump Jump“ tanzten zu Elektro-Beats.