Austausch auf Augenhöhe Osnabrücker Krebsinformationstag Informatives Forum

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An über zwanzig Ständen boten sich Interessierten bei der Ausstellung im Schlosssaal vielfältige Möglichkeiten zum informativen Austausch. Foto: Thomas OsterfeldAn über zwanzig Ständen boten sich Interessierten bei der Ausstellung im Schlosssaal vielfältige Möglichkeiten zum informativen Austausch. Foto: Thomas Osterfeld

cby Osnabrück. Es ist eine Diagnose, die jeden treffen kann: Krebs. Den Fragen von Betroffenen und deren Angehörigen ein Forum zu geben, hat sich der mittlerweile 14. Niedersächsische Krebsinformationstag zur Aufgabe gemacht. Bereits zum fünften Mal fand diese Informationsveranstaltung in Osnabrück statt. Mehr als 50 Krebsexperten referierten am vergangenen Samstag im Osnabrücker Schloss über aktuelle Entwicklungen.

Unter Beteiligung der mit der onkologischen Versorgung in Osnabrück betrauten Kliniken, Zentren und Praxen boten das Vortragsprogramm, wie auch drei parallel verlaufende Diskussions- und Themenforen Möglichkeiten zum Austausch.

„Wir möchten dem Patienten aufzeigen, was der Stand der Dinge ist,“ betonte Veranstalter Christoph Hambrügge von der Redaktion des Krebsmagazins. Bei den einzelnen Vorträgen setzten sich die Referentinnen und Referenten, neben der spezifischen Diagnostik und Behandlung einzelner Krebsarten, wie Brust- und Prostatakrebs, auch mit Formen der Krankheitsbewältigung auseinander. Aufschlussreich waren dabei unter anderem die Ausführungen zu neuen Ansätzen in der Krebstherapie.

Neben der verständlichen Erläuterung integrativer onkologischer Ansätze und neuer Techniken in der Strahlentherapie gingen die Referierenden auch auf die Bedeutung von, das Immunsystem stimulierenden, Behandlungsansätzen ein, bei denen sportlichen Aktivitäten eine große Bedeutung zukommt. Die Ausführungen verdeutlichten, dass sich die Lebensqualität von Patienten durch medizinische Innovationen und damit einhergehende, individualisiertere, Behandlungsansätze, in den letzten Jahren weiter massiv verbessert hat. Ein Zusammenhang besteht dabei auch zum Prozess der Herausbildung von krebsspezifischen Kompetenzzentren, in denen sich aktuelle Forschungs- und Behandlungsfähigkeiten bündeln. Dem stimmte, auf Nachfrage, auch Christoph Hambrügge zu, verwies allerdings auch kritisch auf Tendenzen und Auswirkungen eines zunehmenden Wettbewerbs zwischen diesen Zentren. Lobend hob er den Stellenwert der Osnabrücker Krebsstiftung hervor. Auch hinsichtlich der Krebsberatung sei Osnabrück aus seiner Sicht sehr gut aufgestellt. Dies sei in anderen Regionen teilweise deutlich anders.

Zwar hielt sich der Besucherandrang in Grenzen, die Ausstellung im Schlossaal nutzten Interessierte jedoch den gesamten Tag über, um sich an zwanzig Ständen zu informieren. Neben Kliniken und Praxen waren auch mehrere Selbsthilfegruppen vertreten, wie die Osnabrücker Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe. Informationen aus erster Hand, professioneller, am Patienten orientiertem Erkenntnistransfer und der offenen Dialog miteinander - diese Verzahnung machte auch diesen Krebsinformationstag zu einem Gewinn für alle Beteiligten.


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