„Der Mensch ist ein Bewegungswesen“ „Spielzeit“ auf dem Sportplatz an der Jahnstraße in Osnabrück

Von Thomas Wübker

Tauziehen ist eins von vielen einfachen Spielen, die Kindern und Eltern am Samstag in der Kinderbewegungsstadt auf dem Sportplatz an der Jahnstraße Spaß machen sollen (Foto von links: von links: Jens Weinert, Organisationsteam „Spielzeit“, Torsten Sothmann, pronovaBKK, Dr. Renate Zimmer, Sportinstitut der Universität Osnabrück, Dr. Klaus Lang, Bürgerstiftung, Anja Wege, Projektleitung der Kinderbewegungsstadt, und Nadine Vieker, Organisationsteam „Spielzeit“). Foto: Elvira PartonTauziehen ist eins von vielen einfachen Spielen, die Kindern und Eltern am Samstag in der Kinderbewegungsstadt auf dem Sportplatz an der Jahnstraße Spaß machen sollen (Foto von links: von links: Jens Weinert, Organisationsteam „Spielzeit“, Torsten Sothmann, pronovaBKK, Dr. Renate Zimmer, Sportinstitut der Universität Osnabrück, Dr. Klaus Lang, Bürgerstiftung, Anja Wege, Projektleitung der Kinderbewegungsstadt, und Nadine Vieker, Organisationsteam „Spielzeit“). Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Spaß zu haben ist einfach. Das können Kinder und Eltern gemeinsam am Samstag, 12 Juli, auf dem Sportplatz der Universität Osnabrück an der Jahnstraße feststellen. Dort findet zum dritten Mal die „Spielzeit“ statt, das Fest der Kinderbewegungsstadt Osnabrück. Die einfachen und Alltagstauglichen Spiele gibt es nun auch in einem Buch, in der „Bewegungsfibel“. Sie und die Teilnahme an der „Spielzeit“ sind kostenlos.

„Bei der Spielzeit werden Alltagsspiele mit Alltags-Methoden gespielt“, sagt Prof. Dr. Renate Zimmer, wissenschaftliche Leiterin des Sportinstituts der Osnabrücker Uni und Direktorin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Nifbe). Diese beiden Institutionen und sowie Bürgerstiftung richten das Kinder-Bewegungsfest „Spielzeit“ zum dritten Mal nach 2012 und 2013 gemeinsam aus.

Wie schon in den vergangenen Jahren sollen Eltern und Kinder die Spiele quasi mit nach Hause nehmen. Aus Alltagsgegenständen wie Flaschen, Papierrollen oder Kochlöffeln können sie schnell und einfach Spiele basteln. Da viele Eltern bei den vergangenen „Spielzeiten“ fragten, ob sie das nicht irgendwo nachlesen könnten, ist nun die Bewegungsfibel aufgelegt worden. Dort sind Anleitungen für eine Vielzahl von Spielen zu finden.

Am Samstag steht aber nicht die Theorie, sondern die Praxis im Vordergrund. Auf dem Sportplatz an der Jahnstraße warten etwa 30 Spielstationen auf Kinder und Eltern. Dort können sich die Besucher in vielerlei Hinsicht bewegen. Nur eine Bewegung wird es bei der „Spielzeit“ nicht geben. Der erhobene pädagogische Zeigefinger bleibt am Samstag regungslos. Die Teilnehmer sollen Spaß haben, betont Renate Zimmer. „Wenn ihnen eine Station keinen Spaß macht, können sie zur nächsten gehen.“ Von 14 bis 18 Uhr sind am Samstag auch der VfL Osnabrück, der OSC, die Ballschule Osnabrück, der Kirschmonsterbus sowie die pronovaBKK und die Stiftung Gesundheitszentrum Bad Laer mit dabei. Die beiden Letztgenannten finanzieren auch die „Spielzeit“.

Dr. Klaus Lang, Vorstand der Bürgerstiftung, betont, wie wichtig es ist für Kinder, sich zu bewegen. Dabei geht es nicht nur um deren Gesundheit. „Bewegung ist für Kinder der Schlüssel zur Welt“, springt ihm Renate Zimmer bei. Gerade in den ersten Lebensjahren werde der Plan für die körperliche Entwicklung für das Dasein vorbereitet. Ein bewegungsarmes Leben führe insbesondere im Alter zu Defiziten, so Renate Zimmer: „Der Mensch ist ein Bewegungswesen.“ Und dazu will die „Spielzeit“ einen wichtigen Anstoß geben.

Das Fest der Kinder-Bewegungsstadt Osnabrück findet am Samstag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr auf dem Sportplatz der Universität Osnabrück an der Jahnstraße statt. Der Eintritt ist frei. Dort, in der evangelischen und katholischen Familienbildungsstätte, bei der Bürgerstiftung im Rathaus oder im Fachbereich Familie und Jugend im Stadthaus ist die Bewegungsfibel erhältlich.