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19.09.2014, 15:04 Uhr zuletzt aktualisiert vor TIEFGARAGE AM KLINIKUM OSNABRÜCK

Notbremse gerade noch rechtzeitig gezogen

Kommentar von Wilfried Hinrichs

Kein Parkhaus, sondern ein Parkplatz: Die Stadt ändert aus wirtschaftlichen Gründen die Pläne am Klinikum und bleibt auf Kosten für den Generalplaner sitzen. Foto: Michael GründelKein Parkhaus, sondern ein Parkplatz: Die Stadt ändert aus wirtschaftlichen Gründen die Pläne am Klinikum und bleibt auf Kosten für den Generalplaner sitzen. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Auf den ersten Blick verdient diese Panne einen Eintrag ins Schwarzbuch der Steuerzahler. Auf dem zweiten Blick wird aber klar: Die Stadt hat gerade noch ein finanzielles Abenteuer vermieden und – etwas zu spät – die Notbremse gezogen.

Ungeklärt bleibt, warum die OPG vorgeprescht ist und einen Generalplaner für ein Millionenprojekt beauftragt hat, obwohl kein Beschluss und kein schriftlicher Auftrag vorlagen. Auch muss die Frage erlaubt sein, warum es erst des Sanierers Frans Blok brauchte, um festzustellen, dass das Parkhaus für das Klinikum zu groß geraten wäre. Blok und Fillep haben diese Fehler ausgebügelt. Der Preis ist mit 278309 Euro ziemlich hoch, aber er hätte noch höher ausfallen können.

Interessant ist auch eine zweite Konsequenz: Die OPG ist aus dem Geschäft und wird den Parkplatz nicht betreiben. Stattdessen kommt ein privater Anbieter zum Zuge. Das kann auch als Warnsignal an die OPG verstanden werden, Osnabrück nicht als ihr natürliches Monopol zu betrachten.


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