Vom 10. bis 31. Oktober Programm für Osnabrücker Jugendkulturtage vorgestellt

Das Programm der Jugendkulturtage stellten (von links) Joel Souza Cabrera, Dagmar von Kathen, Sergej Friesen, Gabriele Janz, Hanna von Behr, Johannes-Heinrich Rahe, Christof Tiemeyer und Anna Pöppelmeyer vor. Foto: Elvira PartonDas Programm der Jugendkulturtage stellten (von links) Joel Souza Cabrera, Dagmar von Kathen, Sergej Friesen, Gabriele Janz, Hanna von Behr, Johannes-Heinrich Rahe, Christof Tiemeyer und Anna Pöppelmeyer vor. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Workshops, Konzerte und Ausstellungen gehören zum Programm der Osnabrücker Jugendkulturtage. Das Besondere ist: Nicht nur die Zielgruppe soll 14 bis 21 Jahre alt sein, die Veranstaltung wird auch von Jugendlichen in diesem Alter organisiert. Der Verein „Forum Osnabrück für Kultur und Soziales“ (Fokus) hat die einzelnen Programmpunkte für die Zeit vom 10. bis 31. Oktober nun vorgestellt.

Über 100 Angebote sind im Programm der Jugendkulturtage enthalten. Die Ideen dafür hat die Gruppe „Freiraumfahrer“ gesammelt. Sie besteht aus Jugendlichen, die das Engagement auch dafür nutzen, um Erfahrungen im Bereich Projektmanagement zu sammeln.

Einer von ihnen ist Joel Souza Cabrera. Er hat die Organisation des ersten Osnabrücker Longboard-Contests am Sonntag, 12. Oktober, übernommen und hat damit sein erstes eigenes Projekt geplant: „Ich habe dabei gemerkt, wie wichtig es ist, die richtigen Leute zu kennen“, sagt der Freizeitsportler über den Wettbewerb, bei dem die Fahrer von Longboards (eine Variante des Skateboards) ihre Fähigkeiten messen.

Der Kreativität der Jugendlichen soll eine Plattform gegeben werden, sagen Hanna von Behr und Anna Pöppelmeyer, die die Kulturtage leiten. „Jugendliche, die etwas selbst in die Hand nehmen und verwirklichen, machen die Kulturtage aus“, meint von Behr.

Alle zwei Jahre lädt der Verein Fokus zu diesem Projekt ein, in diesem Jahr bereits zum vierten Mal. Mehr als 130 Kooperationspartner sind an der Umsetzung beteiligt. „Mittlerweile hat sich dadurch ein funktionierendes Netzwerk ergeben, mit dem auch ungewöhnliche Angebote verwirklicht werden können“, sagt Johannes-Heinrich Rahe von der Sparkasse Osnabrück.

Viele der Aktionen sind nicht alltäglich: So können die Jugendlichen einen Einblick in die Gebärdensprache bekommen, an einem Graffiti-Wettbewerb teilnehmen und einen Gemeinschaftsgarten gestalten. Dagmar von Kathen, Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück, ergänzt: „Jugendliche haben eine eigene Kultur. Dafür soll es eine Öffentlichkeit geben.“

Ein Höhepunkt des Programms ist schon einen Tag nach der Eröffnung geplant: Bei der sogenannten Freiraum-Meile werden am Freitag, 11. Oktober, in der ganzen Stadt Stationen aufgebaut. Darunter sind zum Beispiel sportliche Angebote wie Slackline (Balancieren auf einem gespannten Gurt) oder Menschenkicker. Zu der Veranstaltung von 11 bis 18 Uhr sind nicht nur Jugendliche eingeladen. Auch Erwachsene dürfen mitmachen.

Von früheren Programmen unterscheidet sich das Angebot in diesem Jahr durch eine Vielzahl an Theaterprojekten. Außerdem sollen soziale Online-Netzwerke wie Facebook genutzt werden. „Freiraumfahrer“ Sergej Friesen hofft, die Jugendlichen dadurch besser zu erreichen: „Wenn sie von einer spannenden Aktion lesen, können sie einfach hingehen.“ Im Internet ist das Programm unter www.jkt-os.de zu finden.


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