Student kartiert Strecken Wegekonzept für Wanderer und Mountainbiker

Im Fahrradsattel durch den Naturpark Terra-Vita: Jannik Müller wird Fahrradrouten kartieren. Unterstützt wird das Projekt von Hartmut Escher (Terra-Vita) und Christian Weber (Commerzbank Osnabrück). Foto: Landkreis OsnabrückIm Fahrradsattel durch den Naturpark Terra-Vita: Jannik Müller wird Fahrradrouten kartieren. Unterstützt wird das Projekt von Hartmut Escher (Terra-Vita) und Christian Weber (Commerzbank Osnabrück). Foto: Landkreis Osnabrück

Osnabrück. Hörsaalbank gegen Fahrradsattel: Diesen Tausch nimmt in diesem Sommer für sechs Monate Jannik Müller vor, der an der Sporthochschule Köln Sporttourismus und Erholungsmanagement studiert. Im Rahmen des Commerzbank-Umweltpraktikums kartiert er für den Natur- und Geopark Terra-Vita die Mountainbikerouten im Teutoburger Wald.

„Das Nebeneinander von Wanderern, Waldbesitzern und Mountainbikern im Osnabrücker Land ist nicht frei von Konflikten“, berichtet Hartmut Escher, Geschäftsführer von Terra-Vita. Denn im Laufe der Jahre seien abseits der Wanderwege durch die Mountainbiker neue Pfade eingefahren worden, die von den Waldbesitzern aber nicht länger geduldet würden. Jannik Müller ist jetzt regelmäßig mit dem GPS-Gerät unterwegs und erstellt eine Karte dieser Routen, um für den nötigen Überblick zu sorgen. „Teilweise sind diese Strecken steile, illegale Downhill-Trails mit kleinen Rampen. Oft werden die Pfade aber auch von Wanderern und Mountainbikern gleichermaßen genutzt“, erzählt Müller. Ähnlich sieht es in fast allen deutschen Mittelgebirgen aus, aber selten wird die Situation systematisch erfasst. Nachdem alle Wege ermittelt worden sind, soll das Netz mit den ausgewiesenen Wanderwegen und Eigentumsgrenzen verschnitten werden, um die Konfliktpunkte zu verdeutlichen. „Wir wollen daraus ein Wegekonzept erarbeiten, bei dem alle zu ihrem Recht kommen“, betont Escher.

Christian Weber, Filialleiter der Commerzbank in Osnabrück, überzeugt das Vorhaben: „Seit 14 Jahren finanzieren wir im Rahmen des Umweltpraktikums dem Naturpark jährlich eine sechsmonatige Praktikumsstelle. Bisher hatten wir immer den Eindruck, dass die jungen Leute sehr sinnvoll eingesetzt wurden.“