Neu in der Stadtbibliothek Mehr Service fürs Lesepublikum

Von Uta Biestmann-Kotte


Osnabrück. Auf den ersten Blick ähnelt die Anlage einem Geldautomaten. Statt um Banknoten geht es dabei allerdings um die Rückgabe ausgeliehener Bücher, CDs oder DVDs. Seit 14 Tagen bietet eine automatische Rücksortieranlage im Eingangsbereich der Stadtbibliothek Osnabrück die Möglichkeit, ausgeliehene Medien rund um die Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen abzugeben.

Am Montag wurde die Anlage von Alfred Wübbena, stellvertretender Leiter der Stadtbibliothek Osnabrück, offiziell gestartet. Zum Ausprobieren kamen neben Stadträtin Rita Maria Rzyski auch Dagmar von Kathen als Fachbereichsleiterin für Kultur sowie Diana Häs und Heiko Schlatermund als Mitglieder des Kulturausschusses.

Um von Sicherheitsklappe und Leseeinheit der Anlage abgescannt zu werden, ist jedes Medium mit einem RFID-Etikett (Radio Frequency Identification: Funkerkennung) versehen. Über das Medientransportband der Sortierstation laufen die Bücher und Kassetten anschließend ins Gebäudeinnere, wo sie per Sortierautomatik in Kästen auf die Bereiche „Erwachsene“, „Kinder und Jugend“ und „Bücherbus“ verteilt werden. Jeder der Kästen fasst etwa 200 Medien und wird regelmäßig geleert. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Minuten und hat den Vorteil, dass dem Kunden lange Wartezeiten an der Theke erspart bleiben.

Als weiterer Service wurden im Frühjahr Selbstverbuchungsterminals zur automatischen Selbstausleihe bereitgestellt. An jeweils zwei sogenannten „Self Checks“ im Erwachsenen- wie im Kinder-und-Jugend-Bereich der Stadtbibliothek können Leserausweise ebenso abgecheckt werden wie die mit RFID-Etiketten versehenen Medien. Durch Runterlesen der Daten sind selbstständige Kontoabfragen ebenso möglich wie Leihfristverlängerungen. Neben dem Service dienen diese Automatisierungen dazu, das Bibliothekspersonal von Routinearbeiten zu entlasten. So können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt weiteren Dienstleistungen in Sachen Kundenbetreuung widmen, zu denen Führungen ebenso gehören wie mobile Angebote für Senioren oder Leseförderungsprogramme für Kinder und Jugendliche.