Gegen Stromtrasse 18 Osnabrücker wehren sich gegen Netzausbau

Von Wilfried Hinrichs

Talk unterm Strommast in Hellern: Annegret Gutendorf und NOZ-Redakteur Wilfried Hinrichs. Foto: Elvira PartonTalk unterm Strommast in Hellern: Annegret Gutendorf und NOZ-Redakteur Wilfried Hinrichs. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Annegret Gutendorf aus Osnabrück-Nahne ruft die Betroffenen der geplanten Höchstspannungsleitung im Süden Osnabrücks zum Widerstand auf.

Das Planfeststellungsverfahren biete die Gelegenheit, Einwände vorzutragen, sagte die frühere CDU-Ratsfrau im Politik-Talk im Lokalsender os1.tv.

Gutendorf ist Mitgründerin der Initiative „Anwohner der Trasse 18 “. Auf dieser Trasse verläuft die heutige 220-Kilovolt-Leitung zwischen den Umspannwerken in Lüstringen und Westerkappeln. Diese Leitung soll nach dem Energieanlagenausbaugesetz (Enlag) auf 380-Kilovolt (kV)aufgerüstet werden. Netzbetreiber Amprion verfügt über eine Genehmigung aus dem Jahr 1984. Das Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung wird dennoch durchgeführt, um das Projekt auf der Grundlage neuer Erkenntnisse zu überprüfen.

Die Unterlagen liegen bis zum 13. Oktober im Fachbereich Städtebau der Stadt und im Rathaus Hasbergen öffentlich aus . Annegret Gutendorf ruft die Betroffenen dazu auf, ihre Sorgen und Bedenken zu Protokoll zu geben. Die Initiative bietet dazu ein Musterschreiben an, das unter der Mailadresse anwohner-der-trasse-18@gmx. de abgerufen werden kann. „Je mehr Einwände erhoben werden, um so größer ist die Chance, doch noch etwas zu erreichen“, sagte Gutendorf im Interview.

Osnabrück ist vom Netzausbau doppelt betroffen: Auch die Leitung von Lüstringen nach Gütersloh (Trasse 16) soll auf 380 kV ertüchtigt werden.