Nachhaltigkeitstipp 21 Im Herbst auf Laubsauger verzichten

Unter dem Einsatz eines Laubsaugers leiden insbesondere Insekten. Foto: Jens LintelUnter dem Einsatz eines Laubsaugers leiden insbesondere Insekten. Foto: Jens Lintel

Osnabrück. Gartenbesitzer sollten bei der Beseitigung des Herbstlaubes auf lärmende Geräte verzichten. Das empfiehlt Wiebke Holste vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück.

Schon steht der Herbst wieder vor der Tür – und mit ihm oft auch der Laubsauger oder das Laubgebläse. Lärm und Schadstoffe belasten jedoch die Umwelt und belästigen die Nachbarn. Nicht umsonst regelt die „Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung vom 29. August 2002“ die Einsatzzeit solcher Geräte.

Besonders leiden jedoch die im Laub und am Boden lebenden, vielen nützlichen Kleintiere wie zum Beispiel Insekten und Spinnen unter dem Einsatz entsprechender Geräte. Sie verschwinden in den Auffangbehältern oder werden, meist zusammen mit Schmutz und Kot, in die Luft aufgewirbelt. Zudem fehlt das Herbstlaub als Lebensraum und Nahrungsquelle. Die Humus- und Nährstoffbildung wird gestört, und der Boden ist ohne Deckschicht schutzlos Austrocknung und Kälte ausgesetzt. Dabei geht es auch umweltfreundlich. Mit Laubrechen oder Besen lässt sich das Laub ganz leicht und schonend auf Beete oder unter Gehölze fegen und dient auf diese Weise sogar als natürlicher Dünger. Statt in Säcke verpackt verwandelt es sich auf dem Komposthaufen in gute Gartenerde und kann dort auch weiterhin von Kleinsttieren als Lebensraum genutzt werden.