Markt für Talente und Firmen Osnabrücker Jobmesse zieht 13100 Besucher an

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Für Bewerbungsfotos posierten bei der Jobmesse in und um das Autohaus Walkenhorst viele Besucher. Foto: Jörn MartensFür Bewerbungsfotos posierten bei der Jobmesse in und um das Autohaus Walkenhorst viele Besucher. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Ob zielbewusst oder noch unschlüssig: Im Trubel der Jobmesse Osnabrück suchten am Wochenende besonders viele junge Leute Kontakt zu passenden Arbeitgebern. Aber auch 110 Unternehmen präsentierten sich, um Flagge zu zeigen.

Erstmals in Osnabrück dabei war die Kölner Firma „22 Connect-AG“. Sie hat vor Kurzem ein Programm namens „Talent Connect“ entwickelt. Das will nach ähnlichem Prinzip wie eine Online-Partnerbörse funktionieren. Dabei definieren die Jobsucher über ein paar Klicks und Eingaben ihren Traumjob, taxieren ihre Talente und machen Angaben zu ihrem Lebenslauf. „Die Ausstellerfirmen der Osnabrücker Jobmesse haben wir auch nach ihren offenen Stellen und Kriterien befragt, die ein möglicher Arbeitnehmer mitbringen muss“, erläuterte Selina Bruns. Die Junior-Communications-Managerin weiter: „Ein Algorithmus vergleicht dann die Angaben und bringt „Paare“ über eine Scorezahl zusammen.“ Je höher die ist, desto besser sollten Bewerber und Unternehmer zusammenpassen. Ganz reibungslos funktionierte das Programm aber zu Beginn der Jobmesse nicht. „Wir mussten die Software an einigen Stellen noch einmal anders programmieren“, räumte Selina Bruns ein.

Ergebnislos hatte sich auch Leonie Dauwe an der elektronischen Talentzusammenführung versucht. Nun schaut sie mit ihrem Vater auf der Messe weiter nach dem passenden Ausbildungsberuf. In der engeren Auswahl war bei ihr früher Mediengestalterin. Doch nach enttäuschenden Praktikumserfahrungen in einer lokalen Druckerei nahm die 15-Jährige davon Abstand. Anders sieht die Sache für sie aber nach einem Gespräch am Stand der Macromedia-Akademie aus. „Da habe ich auch eine Tasse mit einem Bild gestaltet“, erzählte Leonie. Und jetzt findet sie den Beruf doch nicht mehr so schlecht, sagte ihr Vater.

Von Beginn an gut besucht war etwa der Stand der Lebensmittelwerke Walter Rau. Die Firma aus Hilter sucht Auszubildende sowohl für den kaufmännischen und handwerklich-technischen Bereich im Unternehmen als auch Leute mit Interesse an einem dualen Studium. „Wir haben bislang schon einige Bewerbungsmappen einsammeln können“, berichtet Personalerin Sina Kriege. Über Fachkräftemangel klage die Firma noch nicht. Aber Jobmessen würden von Unternehmensseite auch wegen des sogenannten Employer Brandings gebucht. „Es wird für uns zunehmend wichtiger, uns auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren und als Arbeitgeber ins Licht zu rücken“, erklärte Kriege. Ein gut geplanter Messeauftritt wirke auf das Image, ist die Personalerin überzeugt.

Branding in eigener Sache betreiben mehrere Jobmessenbesucher, die an den Firmenständen persönliche Bewerbungsflyer abgeben. Darauf haben sie neben ihrem Bild die wichtigsten Stationen des Lebenslaufes und den Berufswunsch angegeben. „Das ist sehr effektiv, weil wir dann schon einen konkreten Eindruck haben, wenn später die Bewerbungsmappe kommt“, sagte Tanja Seifert, Personalabteilungsleiterin bei der Nordwestbahn.

Zufrieden zeigte sich Messeveranstalter Michael Barlag. „Ich habe mit den meisten Unternehmen am Stand gesprochen und sie sind alle hochzufrieden über die Resonanz.“ Angesichts von 13100 registrierten Besuchern war Barlag das auch. Es sei eines der besten Ergebnisse, die die Messe jemals hatte.


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