Figurentheater bis Industrial Design Wohin auf der Kulturnacht? Die NOZ-Kulturredaktion empfiehlt

Von Ralf Döring


Osnabrück. Osnabrück hat eine ganze Menge Kultur zu bieten. Nie wird diese Vielfalt so deutlich wie bei der Kulturnacht. Wohin zuerst? Wir haben uns das Programm angesehen und ein paar vielversprechende Besonderheiten herausgepickt.

Projekt zu 1914: Um 20 Uhr gedenkt auf dem Domvorplatz ein Kunstprojekt des Ausbruches des Ersten Weltkriegs. Beteiligt sind Volker Johannes Trieb , Cellist Willem Schulz , das Tanzensemble des Theaters Osnabrück und Lioba Meyer von der Remarque-Gesellschaft.

Musical „Oliver“: Darsteller des Musical-Amateur-Projektes Map zeigen Auszüge aus dem Musical „Oliver“ nach „Oliver Twist“ von Mark Twain. Um 20, 21 und 22 Uhr zeigt Map im Haus der Jugend Ausschnitte aus dem Programm.

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12 mal Kunst bis 12: Letzte Woche begann die Ausstellung „12 mal Kunst bis 12“ in den Räumen des KAOS e.V. in der Großen Gildewart 35. In der Kulturnacht versteigert Kalla Wefel ab 19 Uhr die Arbeiten von Hiltrud Schäfer, Manfred Pollert, Hinrich van Hülsen und anderen. Die Erlöse gehen an den KAOS e.V.

Lichtinstallation: Renate Hansen hat für die Villa Schlikker eine Lichtinstallation entwickelt, die heute erstmals zu sehen ist. Ein Jahr lang wird „Ahnen – ein imaginärer Raum“ dann im abgedunkelten Jugendstil-Schlafzimmer präsentiert. Eröffnung um 17.30 Uhr.

Figurentheater: Das Figurentheater zeigt Puppentheater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – und zwischendurch gibt es Musik von Solid Brew. Um 18 und 19 Uhr gibt es „Allerhand“, Geschichten für Kinder, um 21, 22 und 23 Uhr Szenen einer Ehe von Loriot.

Lange Theaternacht: Führungen, Kinderschminken, öffentliche Proben: Das Theater lädt zu einem Blick hinter die Kulissen. Unter anderem werden von 18 bis 21 Uhr in der Montagehalle Kostüme aus dem Damenfundus verkauft, ab 21.30 Uhr versteigert Johannes Bussler Kostüme, um 23 Uhr gibt der Technische Direktor Wesko Rhode Einblicke in die Technik. Anmeldung zu den Führungen am Pressestand im Foyer.

Industrial Design: Der Stuhl, auf dem wir sitzen, die Tasse, aus der wir trinken, das Telefon, die Tastatur: Was uns umgibt, ist gestaltet, „designed“. Das zeigt eine Ausstellung der Hochschule Osnabrück in der Vitischanze: „Industrial Design“ heißt es dort von 18 bis 22 Uhr. Dabei werden die Studenten selbst zum Exponat: Die Besucher können ihnen beim Arbeiten über die Schulter blicken. Ort: Vitihof 15a.

Rote Lesung: 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs unternimmt der Osnabrücker Autor Heiko Schulze eine literarische Zeitreise mit eigenen Texten. Jens Martin steuert Originaltöne aus Politik und Literatur bei, und Günter Gall singt seine Lieder dazu. Beginnen wird der Abend um 20 Uhr im Rathaus-Anbau, Raum 1.