Ausstellungshaus wieder offen Wie ist denn nun die neue Kunsthalle?


Osnabrück. Wer wird der Star der Osnabrücker Kulturnacht sein? Sicher die Kunsthalle. Wochenlang wurde hinter verschlossenen Türen an der neuen Ausstellung gearbeitet. Jetzt ist das Haus wieder geöffnet – mit einer Ausstellung, die für Gesprächsstoff sorgen wird.

Installationskünstler Michael Beutler und Architekt Etienne Descloux haben die konsequent von allen Einbauten befreite Kunsthalle frisch inszeniert. Die umlaufende Sitzbank im Kirchenschiff und der drehbare Kreuzgang im Innenhof lenken den Blick der Besucher konsequent auf das Ausstellungshaus selbst. Niemals zuvor haben Künstler und Kuratoren die ehemalige Dominikanerkirche so entschlossen selbst zur Diskussion gestellt.

„Wir sehen die Präsentation als Impuls für einen Perspektivenwechsel“, sagt Christel Schulte, die als Kuratorin der Kunsthalle die Vermittlungsarbeit konzipiert. Mit vier Angeboten lädt sie die Besucher der Kulturnacht dazu ein, mit der Kunst auch den besonderen Ausstellungsort und nicht zuletzt sich selbst zu erfahren.

Was bietet die Ausstellung von Michael Beutler und Etienne Descloux in der Kunsthalle? Lesen Sie hier die Analyse .

Mit dem T-Shirt-Slogan „Wer nicht fragt, bleibt dumm“ laden Osnabrücker Schüler zu Führungen ein. Sie werden, so die Ankündigung, den Besuchern das besondere Programm der ersten Ausstellung in der Ära der neuen Kunsthallen-Direktorin Julia Draganovic nahebringen. „fragen + erörtern“ lautet der Titel dieses Vermittlungsangebots.

Analog kombinieren die Überschriften der weiteren Angebote jeweils zwei Verben, die miteinander verbundene Aktivitäten bezeichnen: „sehen + hören“, „sitzen + reden“. Mit dem zweiten Titel bietet Christel Schulte Besuchern die Möglichkeit, selbst auf Ausstellungspodesten Platz zu nehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen. „sehen + hören“ verweist auf eine überraschende Klangperformance, die im Laufe des Abends zu erleben sein wird. Dazu noch ein Puzzle auf dem Vorplatz – fertig ist ein rundes Programm. Doch die spannendste Frage bleibt: Wie ist sie denn nun, die neue Kunsthalle?