Betrugsaffäre beim Bürgerfunksender Osnabrück: osradio-Vorstand macht reinen Tisch

Der Verein osradio 104,8 sammelte am Montagabend wichtige Pluspunkte im Kampf ums Überleben des Osnabrücker Bürgerfunksenders. Symbolfoto: Colourbox.deDer Verein osradio 104,8 sammelte am Montagabend wichtige Pluspunkte im Kampf ums Überleben des Osnabrücker Bürgerfunksenders. Symbolfoto: Colourbox.de

Osnabrück. Der wegen einer Betrugsaffäre um den ersten Vorsitzenden ins Schlingern geratene Verein osradio 104,8 hat erste Weichen für eine gesicherte Zukunft gestellt. Die außerordentliche Mitgliederversammlung am Montagabend endete mit einer wichtigen Satzungsänderung. Zudem machten die Verantwortlichen das gesamte Ausmaß des Skandals offen. Eine baldige Schließung der Station ist damit vorerst abgewendet.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit legte der geschäftsführende Vorstand bei dem Treffen in Osnabrück Zahlen und Fakten auf den Tisch, die zum besseren Verständnis der mutmaßlich kriminellen Vorgänge in der Führung des heimischen Bürgerfunk

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Den Löwenanteil des Senderbudgets aus öffentlichen Mitteln trägt mit einer erheblichen sechsstelligen Summe pro Jahr das Land Niedersachsen. Außerdem wird osradio 104,8 wird mit jeweils 39.000 Euro jährlich von Stadt und Landkreis Osnabrück mitfinanziert. Als weiterer Partner wird auf der Internetseite der Rundfunkstation die Sparkasse Osnabrück genannt.

osradio 104,8 ist als Bürgerrundfunk in der Stadt und in weiten Teilen des Landkreises zu hören. Er wird sowohl von professionellen Journalisten als auch engagierten Laien betrieben. Der Sender hatte im April 1996 von der NLM unter dem Namen „Offener Kanal Osnabrück e.V.“ die Sendelizenz als Projekt für fünf Jahre erhalten. Im November 2001 schaffte das geänderte niedersächsische Mediengesetz die rechtlichen Voraussetzungen, um osradio 104,8 als eingetragenen Verein in den Regelbetrieb zu überführen. Dieser Verein wird nach dem Rücktritt des ersten Vorsitzenden gegenwärtig von zwei Stellvertretern gelenkt. Den Sender führt seit Juli 2011 eine Doppelspitze , bestehend aus einer Geschäftsstellenleiterin und einem Chefredakteur.

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