Verein Gecko sammelt Spenden Osnabrücker Familienmeile für kindgerechtes Krankenhaus

Von Markus Pöhlking


Osnabrück. Um eine möglichst altersgerechte Behandlung erkrankter Kinder im stationären Bereich gewährleisten zu können, sind entsprechende Einrichtungen auf zusätzliche Finanzmittel angewiesen. Damit jungen Patienten im Christlichen Kinderhospital (CKO) mehr als nur das medizinisch Notwendige zu Teil wird, existiert seit rund vier Jahren der Verein „Gemeinsamer Einsatz CKO“ (Gecko).

Die erste Aktion nach Gründung war die Anlage des sogenannten „Spendenwaldes“ am Natruper Holz. Der war auch gestern Ausgangspunkt einer Hilfsaktion: Gemeinsam mit anderen Vereinen und Verbänden realisierte das Team von Gecko dort ein buntes Nachmittagsprogramm. Der Spendenwald befindet sich im Natruper Holz nördlich der Straße „Am Barenteich“. Erhebliche Sturmschäden durch Kyrill im Jahr 2008 hatten eine Aufforstung auf dem Areal notwendig gemacht, was 2010 zur Gründung des Vereins Gecko führte: Sponsoren konnten auf dem Gelände ein oder mehrere Bäume pflanzen, die daraus resultierenden Erlöse kamen dem CKO zu Gute. Gestern hatten der Verein und seine Helfer eine kleine Festmeile am Rande des Waldstückes aufgebaut. Eine ganze Palette von Unterstützern beteiligte sich an der Aktion. Um Aufbau, Gastronomie und die Durchführung einer Schnitzeljagd kümmerten sich die Mitglieder der Jugendorganisation des Rotary-Clubs (Rotact). Ein Rettungswagen der Malteser konnte besichtigt werden, die Jagdhornbläser der Osnabrücker Jagdgesellschaft gaben Kostproben ihres Könnens und der Osnabrücker Teckelklub präsentierte verschiedene Kunststücke mit den Vierbeinern. „Unsere Teckel sind schließlich immer ein Hingucker. Die Leute bleiben stehen und erfahren so auch über die Hintergründe der Aktion hier“, so Heinz-Joachim Zschaler vom Teckelklub.

Insgesamt mehr als 300 Besucher zählten die Veranstalter rund um den Spendenwald, das genaue Spendenaufkommen stand gestern noch nicht fest. Die Wichtigkeit der Unterstützung unterstrich Burkhard Rodeck, ehemaliger ärztlicher Direktor des CKO und Mitglied bei Gecko: „Kinder brauchen für einen optimalen Heilungsprozess viel mehr als nur die von den Krankenkassen als notwendig erachteten Leistungen.“ Zur Gestaltung eines entsprechenden Milieus schaffe der Verein etwa Spielzeug an, ermögliche die Besuche der Klinikclowns oder auch die Behandlung von Kindern aus Krisengebieten. Man sammele Spenden, um ein zweites, spezielles Röntgengerät für eine Frühgeborenen-Station zu kaufen: „Kinder reagieren viel sensibler auf Röntgenstrahlen als Erwachsene, müssen aber zugleich bei diverser Erkrankungen viel häufiger geröntgt werden“, so Rodeck. Der Einsatz schonenderer Technik sei dringend angezeigt. Diese bereitzustellen, sei ein Hauptanliegen des Vereins.