Ein Hoch auf die Lotter Straße Osnabrücker Einkaufsmeile demonstriert Gemeinschaftssinn


lri Osnabrück. Von A wie Apotheke bis Z wie Zweiradhaus reicht das Spektrum der Interessengemeinschaft Lotter Straße (IG), die dieses Jahr bereits zum 15. Mal das Straßenfest „Lotter Straße (er)leben“ veranstaltete. Das Fest auf der komplett für den Verkehr gesperrten Straße markierte dabei mit über 15000 Besuchern einen neuen Höhepunkt.

Von Freitag bis Sonntag präsentierten sich die inhabergeführten Läden der Lotter Straße mit aufwendigen Ständen und einem Fest, dass für Jung und Alt etwas bieten konnte. Einige Neuerungen, wie etwa die Vollsperrung bereits ab Freitag oder die Einrichtung einer zweiten Bühne führten zu neuen Möglichkeiten in der Programmgestaltung. Dabei habe man vor allem auf ein möglichst vielfältiges Angebot geachtet, wie Jörg Buchweitz, Sprecher der IG, betont: „Wir möchten für die ganze Familie etwas bieten, von Mode über Autos bis Kinderprogramm.“

Karate und Abba-Show

Das Programm war dementsprechend reich an Highlights, schon am Freitag konnten sich Schwedenpop-Fans über „ABBA Review“ freuen, während am Sonntag beispielsweise Toni Trash auf der Bühne stand. Auch die Kinder kamen mit den „JoJos“ auf ihre Kosten. Aber nicht nur musikalische Attraktionen hatten sich die Veranstalter überlegt. Modenschauen, ein orientalisches Tanzensemble und sogar eine Karategruppe sorgten für Abwechslung auf den Bühnen und wirkten als Publikumsmagnet.

Da ein Straßenfest jedoch nicht nur von dem Bühnenprogramm allein lebt, konnten sich Passanten auf dem Weg durch die Lotter Straße an allen Ecken über Stände und Angebote freuen. Für die Kinder fanden sich Hüpfburgen und Wasserspiele, während die älteren Jahrgänge bei Federweißer und Zwiebelkuchen am Weißenburger Platz das Wetter genießen konnten. Denn der Wettergott meinte es gut mit dem Straßenfest und bescherte noch einmal sommerliche Temperaturen. Ein Segen auch für die Oldtimershow, die am Sonntag die benzinpumpenden Herzen unter den Passanten höher schlagen ließ.

Die ansässigen Läden zeigten sich unter anderem mit einem verkaufsoffenen Sonntag bereit, dem Besucher etwas zu bieten. Dass das Fest von so vielfältigen Geschäften unterstützt wird, demonstriert laut Buchweitz den „Gemeinschaftssinn“, der die Lotter Straße ausmache. Von Konkurrenzdenken halte man hier nichts.

Das ehrenamtlich organisierte Fest unterstrich das und brachte der kleinen, aber feinen Meile am Fuße des Westerberges wieder Punkte im Rennen um die heimliche Hauptstraße Osnabrücks.

Und wenn der Besucher dann nach festlicher Aktivität nach Hause will, kann er das mit einem Zweirad von der Lotter Straße tun. Und wenn es mit der Aktivität zu viel war, gibt es ja noch die Apotheke.