500 Kilometer für einen Pokal Breakdance-Battle mit 50 Kindern und Jugendlichen in Osnabrück

Von Thomas Wübker

Artistisch sehen die Bewegungen beim Breakdance aus. Am Samstag fand in Haste ein Battle statt. Foto: Hermann PentermannArtistisch sehen die Bewegungen beim Breakdance aus. Am Samstag fand in Haste ein Battle statt. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. 50 Kinder und Jugendliche traten am Samstag beim Breakdance-Battle in der Sporthalle der Grundschule Haste gegeneinander an. Der von der Osnabrooklyn Crew und der Katholischen Familienbildungsstätte veranstaltete Wettbewerb fand bereits zum fünften Mal statt und findet mittlerweile bundesweite Anerkennung.

Djamil (12) und Neo (10) kamen extra aus Chemnitz zum Breakdance-Battle in Haste. Sie hatten über Facebook davon erfahren. Also setzten sie sich am Samstagmorgen um halb sechs mit Neos Eltern ins Auto und fuhren nach Osnabrück. Es hatte sich gelohnt. Als Duo „Little Strongs“ gewannen sie den Wettbewerb der U-13-Gruppe. So traten sie am frühen Abend die fast 500 Kilometer lange Heimreise mit einem Pokal im Gepäck an.

Neo tanzt seit seinem vierten Lebensjahr Breakdance. Bei einem Konzert von DJ Bobo hat er den Tanzstil für sich entdeckt. In seinem Zimmer hat er die Bewegungen nachgeahmt, die der Sänger und Tänzer auf der Bühne vollzogen hat. „Heute tanze ich zu Freestyle-Musik, also zu Hip Hop“, sagt Neo.

„Spaß zu haben ist das Größte für uns“, sagt Djamil. Das gilt besonders für die Battles. Er und Neo haben schon in Sachsen, Brandenburg und Thüringen an Breakdance-Wettbewerben teilgenommen. Am Samstag waren sie zum ersten Mal in Niedersachsen.

„Um Breakdance zu machen, braucht man Rhythmusgefühl, Kraft und Sinn für Fantasie“, erklärt Djamil. Neo ergänzt: „Außerdem muss man es wollen, und nicht nur deswegen machen, um in der Schule groß da zu stehen.“ Dass sie nun in der Schule groß da stehen, das wird wohl unvermeidlich sein, wenn die beiden in Chemnitz von ihrem Erfolg in Osnabrück erzählen. Nur geben sie damit nicht an. In Sachsen hat die Schule übrigens schon am 1. September wieder begonnen. Die niedersächsischen Schüler haben ja noch bis Mittwoch frei.

Jeden Mittwoch gibt es im Stadtteiltreff Haste von 17.30 bis 19 Uhr einen Breakdance-Workshop für Jugendliche ab 14 Jahren. Der wird von der Osnabrooklyn Crew geleitet und von der Katholischen Familienbildungsstätte unterstützt. „Dort können Kinder und Jugendliche Breakdance lernen, um aus sich heraus zu kommen und etwas andere zu tun, als auf der Straße rum zu hängen“, sagt Nico Twisty von der Osnabrooklyn Crew. Battles, wie das am Samstag, würden die Tänzer in ihrer Entwicklung nach vorne bringen. Dort sammeln sie Erfahrung und lernen von anderen Teilnehmern dazu, so Nico Twisty.