NOMO-Tag 360 Neue für den Freiwilligendienst im Bistum Osnabrück

Von Beate Nakamura


Osnabrück. 360 Augenpaare blickten gespannt auf die Bühne der Ursulaschule, als das Programm zum zwanzigsten NOMO-Tag startete. Die Abkürzung steht für „Newcomer and Oldie Meeting Day Osnabrück“. An diesem Tag heißen die Frauen und Männer, deren Freiwilligendienst im Bistum Osnabrück zu Ende geht, ihre Nachfolger willkommen.

Die Minen im Publikum waren da schon deutlich entspannt. „Ich freue mich, dass es jetzt endlich los geht“, sagte eine junge Frau, die ein Jahr lang als Integrationshelferin für eine blinde Grundschülerin im Einsatz sein wird. Auch drei „Exotinnen“ unter den Freiwilligen fieberten dem Start entgegen: Elja Ryseva und Anastasia Petuknova aus Russland sowie Veronica Sabat aus Peru werden in unterschiedlichen Einrichtungen der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück arbeiten.

Drei „Exotinnen“

Nach ihrem ersten Besuch in der Horst-Koesling-Schule freute sich Veronica auf die Arbeit mit den Schülern und dem Team der Schule, auch wenn sie noch etwas aufgeregt war: „Ich habe noch keine Erfahrung mit Menschen mit Behinderungen“, erklärte sie. Elja arbeitete hingegen schon in St. Petersburg in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Sie war überrascht, wie selbstständig und unbeschwert die Bewohner des Agnes-Schoeller-Hauses in Osnabrück sind: „Und es wird so viel gelacht!“

Anastasia hat in Wolgograd bislang in einer Caritas-Einrichtung mit Kindern aus „komplizierten Familienverhältnissen“ gearbeitet und außerdem freiwillig krebskranke Kinder betreut. „Über die Kontakte der Caritas habe ich vom Freiwilligendienst im Montessori-Kinderhaus in Belm-Haltern gehört“, berichtete sie.

Nachfrage steigt

Die drei jungen Frauen werden ebenso wie die anderen Freiwilligen schon in den Einrichtungen erwartet. Die Nachfrage steige seit Jahren kontinuierlich, erklärte Ann-Cathrin Röttger vom Bistum Osnabrück. Doch auch die Zahl der Freiwilligen steige.

Wer die „Oldies“ fragt, erfährt schnell, warum: „Wir können diese Erfahrung nur jedem empfehlen“, betonte eine Gruppe nach ihrem Bühnenauftritt. „Man wird gut begleitet, lernt jede Menge Dinge, die man für die Zukunft braucht, und man trifft wirklich tolle Menschen.“ Auf die Frage, ob auch ihre Freundschaft das Jahr ihres freiwilligen Einsatzes überdauere, lautete die einstimmige Antwort: „Auf jeden Fall!“

Mehr zum Freiwilligendienst im Bistum Osnabrück