Erster Spatenstich in Osnabrück Wohnhaus für Studenten und die Jugendhilfe

Den symbolischen ersten Spatenstich machten (von links):  Stephanswerk-Geschäftsführer Ulrich Saremba, Generalvikar Theo Paul, Stephanswerk-Geschäftsführer Johannes Baune, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Christian Nacke vom Bischöflichen Stuhl, Stephanswerk-Aufsichtsratsvorsitzender Joachim Schnieders Don Bosco-Leiter Christoph Flegel und Klaus-Peter Albers vom Stephanswerk.  Foto: Hermann PentermannDen symbolischen ersten Spatenstich machten (von links): Stephanswerk-Geschäftsführer Ulrich Saremba, Generalvikar Theo Paul, Stephanswerk-Geschäftsführer Johannes Baune, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Christian Nacke vom Bischöflichen Stuhl, Stephanswerk-Aufsichtsratsvorsitzender Joachim Schnieders Don Bosco-Leiter Christoph Flegel und Klaus-Peter Albers vom Stephanswerk. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Es soll ein Wohnhaus „mit besonderem Inhalt“ werden, sagte Ulrich Saremba: An der Bramscher Straße gab es jetzt den ersten Spatenstich für ein Haus, in dem Studenten und junge Menschen aus der Don Bosco Katholischen Jugendhilfe gemeinsam unter einem Dach leben werden.

Immer mehr Studenten suchen in Osnabrück eine Bleibe. Aber auch Don Bosco braucht Platz für Heranwachsende, die vor der Abnabelung aus der Jugendhilfe stehen. Für eine studentische und karitative Nutzung stellte der Bischöfliche Stuhl einen Teil seines Grundstücks an der Bramscher Straße vor dem ehemaligen Franziskanerkloster zur Verfügung.

Nach den Planungen des Stephanswerkes entstehen bis Mitte nächsten Jahres auf 1600 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche unter anderem eine Außenwohngruppe für die Don Bosco Katholische Jugendhilfe mit neun Betreuungsplätzen für heranwachsende Jugendliche sowie vier Wohngruppen für Studenten mit insgesamt 24 kleineren Einzelappartements. In der obersten Etage des viergeschossigen Gebäudes entstehen vier größere Appartements für jeweils zwei Studenten oder für Gastprofessoren der Universität oder der Hochschule Osnabrück. Alle Appartements verfügen über ein eigenes Bad sowie zusätzliche Gemeinschaftsräume in den Wohngruppen.

Alle Geschosse sind mit dem Fahrstuhl erreichbar. Auch die Raumgrößen der Appartments für Menschen mit Behinderung angelegt, die während ihrer Ausbildung in Osnabrück auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Das Stephanswerk investiere 2,3 Millionen Euro in das energieeffiziente Wohnhaus, sagte Saremba.

Schon vor einigen Jahren sei in dem ehemaligen Garten hinter der Wärmestube ein Wohngebiet für junge Familien entstanden, erinnerte sich Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Nun würden in dem neuen Wohnhaus Jung und Jung zusammengeführt, die nicht unbedingt selbstverständlich zusammenkommen.

Diesen Aspekt hob auch Generalvikar Theo Paul in seinem Grußwort hervor. Heranwachsende aus der Jugendhilfe und Studenten könnten sich hier kennenlernen. Sie könnten zudem Kontakt aufnehmen mit Studierenden, die im benachbarten Wohnheim des Bischöflichen Stuhls im ehemaligen Franziskanerkloster leben. Paul wünscht sich, dass in das Miteinander auch die täglich mehr als 100 Gäste der Wärmestube einbezogen werden: Das soziale Miteinander in einer Stadt könne nur funktionieren, wenn unterschiedliche Milieus zur Kommunikation miteinander fähig seien.


Das Stephanswerk ist eine Wohnungsbaugesellschaft in Trägerschaft des Bistums Osnabrück und des Bischöflichen Stuhls zu Osnabrück. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1949; es hat heute 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Einer der Schwerpunkte liegt im Bau und in der Verwaltung von barrierefreien Miet- und Eigentumswohnungen. In den vergangenen Jahren wurden an verschieden Standorten eine große Anzahl solcher Wohnungen errichtet. In der Stadt Osnabrück, in den Landkreisen Osnabrück und Emsland, sowie in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern betreut das Stephanswerk derzeit eine Vielzahl von Wohnanlagen mit insgesamt rund 850 eigenen und 1650 fremden Wohnungen.

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