Keramikerin mit eigenem Stil Monika Herbst hat auf Reisen Inspiration gesammelt

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Keramik-Künstlerin Monika Herbst. Foto: Maik ReishausKeramik-Künstlerin Monika Herbst. Foto: Maik Reishaus

Melle. Sushi-Schälchen in japanischer Holzbrand-Technik, Porzellanmalerei, Raku-Arbeiten oder schlichte Schwarzbrandformen - die asiatischen Einflüsse in den Keramiken von Monika Herbst sind unübersehbar. Ihre künstlerische Anregungen sammelte die Künstlerin aus Melle bei Aufenthalten in Japan, Südkorea, Mittel-und Südamerika.

Ursprünglich hatte sie Malerei studieren wollen. Doch die Begegnung mit der Osnabrücker Keramikerin Gertrud Krüger, die Beschäftigung mit Ton in deren Atelier und nicht zuletzt Krügers höchst individuell gestalteten Teeschalen ließen Monika Herbst die Keramik als Kunstform für sich entdecken. Von Krüger ermutigt, begann Monika Herbst 1980 in Kassel ein Studium der Freien Kunst mit Schwerpnkt Keramik bei Professor Ralf Busz.

Neben verschiedenen Brenntechniken lernte sie dabei auch das Bauen von Brennöfen, gewann in Koblenz den ersten Preis bei einem internationalen Salzbrand-Wettbewerb und unternahm anschließend eine Studienreise durch Süd-und Mittelamerika. Auf den Spuren präkolumbianischer Keramik bereiste sie Peru, Equador, Kolumbien, Guatemala, Mexiko und Jamaika, besuchte Museen sowie kleine Töpferorte in den Anden.

Weitere künstlerische Eindrücke gewann Monika Herbst durch eine dreimonatige Gruppen-Studienreise nach Südkorea; zudem arbeitete sie nach dem Studium für ein Jahr in der renommierten Töpferwerkstatt von Fujiwara Yu im japanischen Bizen. 2007 zog die Künstlerin von Voxtrup in ein Atelier nach Melle-Niederholsten in einen Restbauernhof, der viel Platz für ihre Kunst samt ihrem riesigen Holzbrandofen bietet. Ihre Faszination für asiatische Traditionen bringt Monika Herbst zudem durch die Beschäftigung mit Ikebanagefäßen und Bonsai-Bäumen zum Ausdruck. Seit 1992 ist sie als Dozentin an der Musik-und Kunstschule Osnabrück tätig, arbeitet mit Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen sowie in Arbeitsgemeinschaften im Nachmittagsbereich verschiedener Osnabrücker Hauptschulen. Aus ihrer Erfahrung mit dem Werkstoff Ton und verschiedenen Keramik-Traditionen entwickelte Monika Herbst ihre eigenen künstlerischen Ausdrucksformen, verbindet in ihren Arbeiten praktischen Nutzen mit klarer Formensprache und aufwändigen Glasur- und Brandtechniken. Denn das hatte sie ja schon bei ihrer Meisterin Gertrud Krüger gesehen: Jeder Keramiker hat seine individuelle Arbeitstechnik.

Ab dem 16. September bietet Monika Herbst für große und kleine Interessierte im Atelier der Kunst-und Musikschule, Johannistorwall 12a, dienstags einen Grundlagenkurs in moderner und traditioneller Porzellanmalerei an, mittwochs ein Eltern-Kind-Töpfern für Erwachsenen und Kleinkinder im Alter von 2-6 Jahren. Jeweils von 16 bis 17.30 Uhr. Infos und Anmeldungen unter Tel. 0541-3234149.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN