Gecko lädt ein Spenderwald für Kinderhospital trägt Früchte

Von Wilfried Hinrichs

Nach vier Jahren sind aus den Setzlingen im Gecko-Spenderwald mannshohe Bäume geworden. Andreas Bernard, Mitglied des Fördervereins für das Christliche Kinderhospital, zeigt es an – und wirbt für den Tag im Spenderwald am 7. September. Foto: Klaus LindemannNach vier Jahren sind aus den Setzlingen im Gecko-Spenderwald mannshohe Bäume geworden. Andreas Bernard, Mitglied des Fördervereins für das Christliche Kinderhospital, zeigt es an – und wirbt für den Tag im Spenderwald am 7. September. Foto: Klaus Lindemann

Osnabrück. Andreas Bernard ist 1,75 Meter groß. Die Bäume im Spenderwald für das Kinderhospital überragen ihn inzwischen. Aus den jungen Trieben sind feste Stämme geworden und aus dem Förderverein für das Kinderhospital eine feste Einrichtung, die neue Wege gehen will.

Bernard, im Hauptberuf Chef des Hotels Walhalla, ist Mitglied des Fördervereins für das Christliche Kinderhospital Osnabrück (Gecko) . Vier Jahre ist es her, dass der Verein zusammen mit der Heger Laischaft die Saat für eine in Osnabrück bislang einmalige Spendenaktion legte. Am Heger Holz reift seitdem ein Zukunftswald heran, gepflanzt zur Unterstützung des Christlichen Kinderhospitals . Spender, die (mindestens) 100 Euro pro Baum gaben, gruben auf der Brachfläche unweit des früheren Bundeswehrkrankenhauses Setzlinge ihrer Wahl ein. Buche oder Roteiche zum Beispiel.

Große und kleine Leute griffen zu Portemonnaie und Spaten, darunter der frühere Oberbürgermeister Pistorius, Ex-Ladnrat Hugo, Bischof Bode und der frühere Landessuperintendent Krause. Als der damalige Generalsekretär der Bundesumweltstiftung, Fritz Brickwedde, ankündigte, dass die Stiftung aus Anlass ihres 20. Geburtstages für jeden privat gespendeten Baum einen weiteren pflanzen wolle, erhielt die Aktion zusätzlichen Schub. So wuchs ein Mischwald aus 2000 Bäumen heran – und die Summe au f dem Spendenkonto auf 240000 Euro. Es war eine der erfolgreichsten Spendenaktionen in Osnabrück in den vergangenen Jahrzehnten.

Das Geld wurde in die Ausstattung des Christlichen Kinderhospitals gesteckt, das 2011 in der Innenstadt die Arbeit aufnahm.

Es ist aus einem Zusammenschluss der Abteilungen für Kinder- und Jugendmedizin im früheren Kinderhospital am Schölerberg und im Marienhospital hervorgegangen. Das Haus ist direkt an das Marienhospital angedockt und kann zum Teil Untersuchungsgeräte mit nutzen.

Knapp 30 Millionen Euro investierte das Land Niedersachsen in den Neubau. Doch für eine besondere, kindgerechte Ausstattung fehlte das Geld. Darum gibt es den Förderverein Gecko.

Zehn Mitglieder hat Gecko, wie Andreas Bernard berichtet. Sie treffen sich alle zwei Monate, um zu beraten, was das Kinderhospital braucht und wie das Geld zu beschaffen ist. Der Verein will nun neue Wege beschreiten und versuchen, die Finanzausstattung zu verstetigen. Der Verein sucht Förderer, die bereit sind, regelmäßig kleine (oder auch größere Beträge) zu spenden. Ein Einstieg soll der „Sonntag im Gecko-Spenderwald“ am 7. September sein.


Ein Sonntag im Gecko-Spenderwald: Der Förderverein des Christlichen Kinderhospitals bietet in Zusammenarbeit mit der Heger Laischaft, Jägerschaft der Stadt und des Malteser-Hilfsdienstes am 7. September von 12 bis 17 Uhr einen bunten Nachmittag im Wald an. Die Kinder können auf Schnitzeljagden den Wald erspüren, Tiere und Pflanzen kennenlernen. Die Klinik-Clowns werden auftreten, die Jäger locken zum Waldquiz und zur Teckelshow. Die Jagdhornbläser sorgen für musikalische Unterhaltung. Da das Ganze auch einen medizinischen Hintergrund hat, können die Besucher einen Notarztwagen anfassen und sich erklären lassen. Außerdem werden Erste-Hilfe-Aktionen geboten. Der Spenderwald liegt am Ende der Sedanstraße. Parklätze stehen am Klinikum am Natruper Holz zur Verfügung. Won dort ist es ein fünfminütiger Fußweg durch den Wald. Der Spenderwald ist auch über die Straße Am Barenteich erreichbar. Auch hier muss das letzte Stück zu Fuß zurückgelegt werden.

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