Leicht versteckt und mittendrin Luftbild: das Helleraner Neubaugebiet am Tulpenpfad


Osnabrück. Das Neubaugebiet am Tulpenpfad ist zwar nicht abgelegen, aber trotzdem gewissermaßen „räumlich getrennt“ vom umgebenden Stadtteil Hellern.

Zum einen liegt das an den Grünflächen und dem Bewuchs, der die beiden Ringstraßen umgibt. Aber auch die beiden einzigen Zufahrten muss der geneigte Besucher erst mal finden – besonders wenn er mit dem Auto Im Erlengrund (unterer Ring) gelandet ist, aber eigentlich den Lobelienweg sucht (oberer Ring) oder andersrum. Dann muss er trotz großer Nähe noch mal eine Extrarunde drehen, denn der Verbindungsweg zwischen den Straßen (Bildmitte) ist für Kraftfahrzeuge gesperrt.

Navis scheitern

„Mit dem Navi klappt das in der Regel nicht“, sagt Till Schlaack und schmunzelt. Mit seiner Frau und zwei Kindern wohnt er seit etwa eineinhalb Jahren Im Erlengrund. Als die Bauarbeiten noch im Gange waren, fanden Lieferanten und Handwerker oft erst mit Verzögerung ihr Ziel, erinnert er sich; auch für (Erst-)Besucher sei die spezielle Lage eine Herausforderung. Die Vorteile liegen aber auf der Hand: Die meisten Anwohner haben Kinder, und Verkehr ist größtenteils Fehlanzeige. Auch die Gemeinschaft unter den Nachbarn sei sehr gut, sagt Till Schlaack. Erst vor wenigen Tagen haben die Anwohner der beiden Ringstraßen gemeinsam ein großes Sommerfest gefeiert. Dazu komme die schöne grüne Umgebung: „Man wohnt hier fast schon ländlich.“

Radfahrer im Vorteil

Wer sich gern mit dem Fahrrad fortbewegt, hat im direkten Vergleich mit dem Autofahrer deutlich mehr Möglichkeiten. Der lange, annähernd gerade Weg, der im Luftbild links unten beginnt und nach oben am Baugebiet vorbeiführt, ist die Verlängerung des Tongrubenwegs und endet an der Ecke Tulpenpfad/Immenweg. Von dort aus erreicht man über Hörner Weg, Nordhausweg und Blumenhaller Weg in wenigen Minuten das Stadtzentrum; der Ortskern von Hellern liegt nur einige Hundert Meter Luftlinie entfernt.

Auch die Sportanlagen des SV Hellern sind gut erreichbar. „Die Kinder treffen sich gleich mit fünf Rollern und fahren zum Tennis“, sagt Gabi Koch, selbst Mutter von dreien, „zum SV Hellern sind es nur fünf Minuten.“ Im Baugebiet am Tulpenpfad wohnen viele Kinder, sodass der Nachwuchs immer jemand zum Spielen findet. 30 seien es mindestens allein am Lobelienweg, sagt Gabi Koch nach kurzem Überschlagen.

Als sie und ihre Familie vor fast acht Jahren herzogen, sah das noch anders aus. Damals gehörten sie zu den Ersten im Neubaugebiet; mit dem Kauf des Grundstücks waren sie sogar die Allerersten. Weitere Überlegungen zur Wahl des Wohnorts habe es nicht gegeben: „Das war damals gerade ausgeschrieben, und mein Mann und ich arbeiten beide in Osnabrück“, entsprechend habe die Lage gut gepasst.

Das Baugebiet zeichnet sich neben der charakteristischen Ringform der beiden Straßen rein optisch vor allem durch sehr unterschiedliche Gebäude mit individuellem Charakter aus. Man sieht, dass die Anwohner wohl recht genaue Vorstellungen davon hatten, wie ihr Eigenheim auszusehen habe. Neben Häusern, die architektonisch an ältere Baustile angelehnt sind, finden sich auch sehr modern wirkende Bauten, andere sind wiederum schlicht gehalten – insgesamt etwas unkonventionell, aber es funktioniert.

Das Luftbild-Motiv ist in der Geschäftsstelle von NOZ Medien an der Großen Straße in Osnabrück erhältlich. Ein Abzug (20x30 cm) kostet 14 Euro, das Format 40x60 cm 26,50 Euro.


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