Ferienpass Kinderbesuch in der Feuerwache in Osnabrück-Schinkel

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Nicht zum Zelten wollte die fünfjährige Lavinia (Mitte) gehen. Sie war mit vielen anderen Kindern zu Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Schinkel. Foto: Jörn MartensNicht zum Zelten wollte die fünfjährige Lavinia (Mitte) gehen. Sie war mit vielen anderen Kindern zu Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Schinkel. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. An Dienstagvormittag hat es im Schinkel nicht gebrannt. Diese gute Nachricht sorgte dafür, dass sich 20 Kinder die Station der Freiwilligen Feuerwehr Schinkel an der Belmer Straße in Ruhe ansehen und sich über die Tätigkeiten von Feuerwehrleuten informieren konnten.

„Was für eine Feuerwehr sind wir?“, fragte Feuerwehrmann Christian zu Beginn der Führung. „Eine zum Löschen“, antwortete ein Junge. Neele (9) wusste die Antwort: „Eine Freiwillige.“ Christian, Malte und Conny, die die Kinder durch die Station führten, arbeiten alle in anderen Berufen. Das Feuerlöschen machen sie nur nebenbei, freiwillig eben.

Sie haben einen Pieper dabei, der piept, wenn es im Schinkel brennt. Dann muss die Freiwillige Feuerwehr ausrücken, wenn die Berufsfeuerwehr Verstärkung anfordert. „Das passiert im Durchschnitt einmal in der Woche. Manchmal passiert auch eine Woche lang gar nichts, dann müssen wir drei Mal hintereinander ausrücken“, erzählt Christian.

Sobald ein Alarm ausgelöst wird, fahren die Feuerwehrleute zur Wache. Dort ziehen sie ihre Schutzkleidung an. Lavinia (5) hat mal Maltes Jacke anprobiert. Damit sah sie aus, als wolle sie zelten gehen. Für den Kindergarten sei das keine gute Kleidung, meinte sie. Alexander (6) würde die Kleidung sehr gerne anziehen. Er kam mit einem T-Shirt zur Belmer Straße, auf dem „Feuerwehr“ zu lesen war. Er will Feuerwehrmann werden. „Dann kann ich Feuer löschen und mit Wasser spritzen.“ Bislang hat er aber nur seine Mama und seinen Papa mit Wasser bespritzt.

„Was passiert, wenn es jetzt Alarm gibt?“, wollte Felix wissen, als alle Kinder im Besprechungsraum saßen. „Dann seid ihr hier allein“, scherzte Conny. Wie die Feuerwehrleute aussehen, wenn sie zu einem Brand fahren, demonstrierte Malte, als er seinen kompletten Anzug mit Sauerstoffflasche und Atemmaske anzog. So kann er geschützt in ein brennendes Haus gehen. Die Kleidung ist dick und feuerfest. Atmen kann Malte durch die Maske.

Damit es erst gar nicht zu einem Brand kommt, sagte Conny den Kindern, sie sollten ihren Eltern sagen, dass sie Rauchmelder installieren müssen. Viele Brände brechen aus, wenn die Menschen schlafen. „Man merkt dann gar nicht, dass es brennt“, so Conny. Der Rauchmelder gibt aber ein sehr lautes Piepen von sich, bei dem bestimmt niemand schlafen kann. Das ist aber gut so, denn so werden die Leute geweckt, ersticken nicht im Rauch und können die Feuerwehr unter der Telefonnummer 112 rufen. Dann kommen Christian, Conny und Malte - wenn das Haus im Schinkel brennt.

Nach all der Theorie durften die Kinder dann mit dem Feuerwehrauto ausrücken. Es gab zwar keinen Alarm, aber Malte drehte mit ihnen eine Runde um den Pudding. Nass wurde es auch noch. Alexanders Traum wurde wahr. Er und die anderen Kinder durften einmal mit dem Strahlrohr spritzen.


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