In Osnabrück läuft der Umbau Kunsthalle: Wandelemente werden wieder verwendet


Osnabrück. Die Kunsthalle Osnabrück wird umgebaut. Aus alten Wandelementen entstehen dabei Materialien für die erste Ausstellung der Ära von Direktorin Julia Draganovic.

Osnabrück. Schneiden, schleifen, richten: Hinter verschlossenen Türen geht es in der Kunsthalle derzeit laut und vor allem arbeitsreich zu. Carsten Benkowitz und Wilfried Wienstroer bearbeiten die demontierten Wandpaneele. Aus den weißen Wandelementen wird so Material für die Installation, mit der der Künstler Michael Beutler und der Architekt Etienne Descloux die erste Ausstellung in der neu eröffneten Kunsthalle gestalten wollen. Die Eröffnung ist für den 12. September geplant.

Wer arbeitet eigentlich in der Kunsthalle Osnabrück? Hier zeigen wir Ihnen das Team.

Aus alten Wandelementen wird Kunst: Der pfiffige Weg ist typisch für den Umbau, der seit Wochen in der Kunsthalle läuft. Während der Projektwoche „24/7“, in der jeder mit seinem Projekt in der rund um die Uhr geöffneten Kunsthalle willkommen war, gingen die Türen zu. Und dann ging es richtig los. Die hohen Fenster im Kirchenschiff waren da schon längst von den Klebefolien befreit, die den Lichteinfall gedämpft hatten. Handwerker haen inzwischen die Wände und Gewölbe des Kirchenschiffs gestrichen. Der ganze Raum wirkt schon jetzt weiter und luftiger.

Wie stellt sich die Direktorin Julia Draganovic die neue Kunsthalle vor? Hier lesen Sie den Bericht.

Und so soll es bis zur Wiedereröffnung der Kunsthalle weitergehen. Für insgesamt rund 200000 Euro laufen Renovierungs- und Umbauarbeiten. Kunsthallenleiterin Julia Draganovic hat das Foyer leeren und Zwischenwände entfernen lassen. Ihre Devise: Die Räume der Kunsthalle neu erlebbar machen, Licht und Luft hereinlassen, Blockaden lösen. Und Künstlern Raum lassen. So werden Michael Beutler und Etienne Descloux die Kunsthalle nicht nur bespielen, sie werden auch Kunstobjekte fertigen, die als neue Möbel zu benutzen sein werden. Ein neuer Empfangstisch in der Mitte des Foyers, eine neue Garderobe – das werden die beiden Künstler in der Kunsthalle mindestens zurücklassen.

Eine Baustelle ist derzeit auch der Eingang in die Kunsthalle. Handwerker haben die alte Doppelschwingtür entfernt. Die neue Tür wird die gesamte Breite des Eingangs einnehmen und sich bei Annäherung selbsttätig öffnen. Damit haben nicht nur Besucher einen besseren Zugang in das Ausstellungshaus. Auch Exponate sollen, so die Erwartung von Julia Draganovic, in Zukunft leichter in das Gebäude zu bringen sein. Ein Gewinn für alle also.

Was war eigentlich während der Projektwoche „24/7“ in der Kunsthalle los? Folgen Sie hier unserem Liveticker.

Handwerker gestalten auch den Vorplatz der Kunsthalle neu. Der Parkstreifen vor dem Gebäude soll verschwinden. Vor Wochen wurden schon Büsche vom Mittelstreifen der Ringstraße entfernt. Die Kunsthalle soll damit auch als Gebäude sichtbarer werden. Klappbare Poller sollen wildes Parken vor dem Ausstellungshaus verhindern.

Befürchtungen von Anwohnern, für die Umgestaltung der Kunsthalle würden Bäume gefällt, bewahrheiten sich indessen nicht. Die Bäume blieben alle erhalten, versichert die Kunsthallenleiterin. Das gilt zum Beispiel für Stechpalme und Hainbuche sowie Kletterrose vor der Kunsthalle.


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