Neumarkt-Vertrag kommt in den Rat Osnabrücker Einkausfscenter soll 2017 fertig werden


Osnabrück. 2017 soll es fertig sein, das neue Einkaufszentrum am Neumarkt. Die mfi-Manager Stefan Klug und Björn Reineking haben den Durchführungsvertrag am Montag unterschrieben. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Stadtbaurat Frank Otte müssen mit ihren Unterschriften erst die Ratsentscheidung am Dienstag abwarten. Eine Mehrheit gilt als sicher. Am Tisch saß auch der Osnabrücker Immobilienkaufmann Theodor Bergmann, der den Deal eingefädelt hatte.

60 Seiten und 26 Paragraphen umfasst der Durchführungsvertrag, der in seinen wesentlichen Punkten schon seit Monaten ausformuliert ist. Eine harte Nuss für beide Seiten, wie die Vertragspartner bekannten. Center-Entwickler mfi aus Essen hatte vor allem an der Klausel zu knacken, dass 50 Prozent der Flächen oder 50 Prozent der Läden an Geschäfte vermietet werden müssen, die bislang nicht in Osnabrück vertreten sind oder hier zumindest auf ein zweites Standbein setzen.

125 Millionen Euro will mfi in das Einkaufszentrum investieren. Es wird aber noch eine Weile dauern, bis die Bagger anrollen, wie Geschäftsführer Stefan Klug anmerkte. In diesem Jahr gelte es vor allem die technischen Fragen zu klären, dabei gehe es etwa um die Boden- und Wasserverhältnisse, aber auch um Leitungen, die für das Bauprojekt verlegt werden müssen. Der auf drei Jahre begrenzte Realisierungszeitraum darf um ein Jahr überzogen werden, falls durch Klagen Sand ins Getriebe geraten sollte.

Gegner hat das Einkaufszentrum im Einzelhandel und in der Politik. Noch am Wochenende hatte Herlinde Fohs von der Initiative „Lebendiges Osnabrück“ geargwöhnt, bei mfi habe das Neumarkt-Center offenbar keine besondere Bedeutung mehr, seit sich die Mehrheitsverhältnisse im Konzern geändert hätten. Auf der Homepage werde Osnabrück gar nicht mehr erwähnt.

„Osnabrück steht für uns ganz oben“, hielt mfi-Geschäftsführer Klug dem entgegen. Das habe sich auch auf der internationalen Messe gezeigt, bei der die Projekte mit Händlern erörtert würden.

In der Essener Zentrale läuft das Neumarkt-Center unter dem Arbeitstitel „Oskar“, wie Klug verriet, wobei die beiden ersten Buchstaben für Osnabrück stehen. Die Frage ob damit die Bezeichnung „Neumarkt-Arkaden“ hinfällig geworden ist, wollte er nicht kommentieren.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert zeigte sich beim Termin im Rathaus zuversichtlich, das Einkaufscenter werde Osnabrück als „Handelsstadt nach vorne bringen“.


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