Schwanensee an der Stüveschule Osnabrücker Schule inspiriert von Ballett-Klassiker

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Osnabrück. Was macht Dagobert, der Frosch am Schwanensee? Er dirigiert ein Stück, das er für seinen Frosch-Chor komponiert hat. Tschaikowskis „Schwanensee“ ist einer der ganz großen Ballett-Klassiker, und den kennen die Kinder der Stüveschule jetzt besonders gut. Sie haben ihn nicht nur einfach im Unterricht behandelt, sondern selbst eingeübt – mit einigen Extras wie einem Froschkonzert am Ende.

Im Mittelpunkt der Aufführungen in der Turnhalle stehen die Schüler der vierten Klassen: Es handelt sich um ihr Abschlussprojekt, bevor die Kinder nach den Ferien an die weiterführenden Schulen wechseln. Doch nicht nur die Viertklässler, sondern alle 230 Schüler der Stüveschule sind beteiligt.

Cornelia Wille hat Tschaikowskis Ballett umgeschrieben, ein Musical für Kinder daraus gemacht und eingeübt, unterstützt durch Schulleiter Martin Igelmann. Immer wieder gibt es da Tschaikowskis Musik vom Band, und die Kinder singen dazu im Chor „Hört, was am Schwanensee geschah!“ Außerdem tanzen sie Polonaise und Trepak mit großer Choreografie, und in einem kleinen Orchester spielen einige Kinder auch selbst. Keyboard, Geige, Gitarre, Blockflöte und Saz sind besetzt.

Die Geschichte wird erzählt von LiesA (Stephanie Scholze), die als Märchenfee vom Schwanensee auftritt. Sie erzählt, wie der Prinz (Ugur-Can) an seinem 18. Geburtstag endlich eine Braut wählen soll. Über die Feier zieht ein Schwarm großer Schwäne, und der Prinz macht mit seiner Gefolgschaft zu den Klängen von Georges Bizets „Carmen“ Jagd auf sie. Dabei trifft er allerdings die wunderschöne Schwanenkönigin (Alisha), die nur durch treue Liebe von ihrem Dasein als Schwan erlöst werden kann. Der böse Zauberer, der als Eule auftritt (Nisa Gül), hat sie und ihre Freundinnen verflucht, und jeden Morgen verwandeln sie sich in Schwäne. Der Zauberer täuscht auch den Prinzen und will ihn mit seiner eigenen Tochter (Zeliha) verheiraten. Enttäuscht flieht die Schwanenkönigin, doch der Prinz erkennt seinen Irrtum schnell, folgt ihr und schwört ihr Treue. Immer wieder gibt es Musik, Gesang und Tanz. Zwei Jungen führen einen Breakdance vor, der Chor rappt dazu.

Dass so viel Musik in der Geschichte steckt, ist kein Zufall. Gerade hat die Stüveschule ein Zertifikat vom Kultusministerium und der Bertelsmann-Stiftung erhalten und darf sich jetzt „Musikalische Grundschule Niedersachsen“ nennen. „Mehr Musik in mehr Fächern, von mehr Beteiligten, zu mehr Gelegenheiten“, das ist der Hintergrund dieses Titels. Schulleiter Martin Igelmann erklärt: „Musik hilft Kindern beim Lernen, daher setzen wir auch Musik in anderen Fächern ein.“

Am Ende der Geschichte lebt das Prinzen-Paar glücklich zusammen, der Prinz hat endlich seine Braut gefunden und die Hochzeit kann stattfinden. Darüber freuen sich selbst die Tiere und lassen den schon erwähnten Frosch-Chor hören.


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