Stadtteilkultur (11) Die Dodesheide befindet sich im Umbruch

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Osnabrück. Ein relativ junger Stadtteil im Umbruch: die Dodesheide. Viele Wohnviertel entstanden hier nach dem Krieg, als der Wohnraum knapp war, zum Beispiel das „Demonstrativ-Bauprogramm Dodeshaus“ oder Ende der 70er Jahre das Baugebiet Hof Hanesch. Außerdem hatte sich auf dem Gebiet der Dodesheide die britische Armee angesiedelt. Auf dem Limberg befanden sich nicht nur die Mercer- und Imphal-Barracks, mit 70 Hektar Fläche die größte Kaserne Osnabrücks, hier wohnten auch viele britische Soldaten in den umliegenden Siedlungen. Daher ist der mit dem Abzug der britischen Streitkräfte verbundene Strukturwandel hier besonders stark zu spüren.

Ein relativ junger Stadtteil im Umbruch: die Dodesheide. Viele Wohnviertel entstanden hier nach dem Krieg, als der Wohnraum knapp war, zum Beispiel das „Demonstrativ-Bauprogramm Dodeshaus“ oder Ende der 70er Jahre das Baugebiet Hof Hanesch. Außerdem hatte sich auf dem Gebiet der Dodesheide die britische Armee angesiedelt. Auf dem Limberg befanden sich nicht nur die Mercer- und Imphal-Barracks , mit 70 Hektar Fläche die größte Kaserne Osnabrücks, hier wohnten auch viele britische Soldaten in den umliegenden Siedlungen. Daher ist der mit dem Abzug der britischen Streitkräfte verbundene Strukturwandel hier besonders stark zu spüren.

Davon nicht betroffen sind traditionelle Kulturorte wie das Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße. Seit 37 Jahren öffnet die städtische Einrichtung ihre Tore für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Jugendcafé, Kinderbereich, Holz- und Metallwerkstatt Computerraum, Musikwerkstatt, Gymnastikhalle oder Töpferraum laden zu kreativer Betätigung ein. Darüber hinaus locken Flohmärkte, Konzerte und Grillabende Anwohner aller Altersklassen an.

Das GZ Lerchenstaße war auch immer einer der Veranstaltungsorte der „Sommerkulturtage“, die seit 2002 alle zwei Jahre mit vielfältigem Programm aufwarteten. „Ich hatte die Kulturtage seinerzeit mit der heutigen Bürgermeisterin Birgit Strangmann initiiert. Eigentlich hätten sie in diesem Jahr wieder stattfinden sollen, aber ich glaube, das Ganze muss organisatorisch neu belebt werden“, sagt Hans-Jürgen Flesner, Vorsitzender des Bürgervereins Nord-Ost . Wenn es zu einer Fortsetzung des Kulturformats kommt, könnte man auch den riesigen, neuen Spielplatz mit modernen Geräten, mit Picknick- und Grillplatz gegenüber des GZ Lerchenstraße in die Nutzung einbinden.

Spannend findet Flesner die Entwicklung auf dem Gelände der Limberg-Kaserne: „Im Moment spielt sich dort sehr viel Kultur ab. Allerdings haben die Nutzer nur zeitlich begrenzte Mietverträge, weil die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben BIMA darauf spekuliert, das Areal möglichst an einen Großkunden zu vermitteln“, so Flesner. Wie lange dort also Sportvereine wie die Osnabrück Tigers, eine Hundesportschule oder auch die bereits mehr als 50 Musikgruppen in diversen Übungsräumen noch ihren Aktivitäten nachgehen können, ist ungewiss.

Etabliert haben sich dort das Tonstudio DocMaSound, der Stadtsportbund mit seinem Vereinssportzentrum und die Hochschule Osnabrück, deren Institut für Musik die ehemalige Kantine der Briten als Veranstaltungsort sowie als Unterrichtsraum für den Musicalreich nutzt. Um die Interessen der jungen Kulturszene zu vertreten, wurde Anfang des Jahres der Verein „Kulturkaserne Am Limberg“ gegründet.

Irgendwie kurios wirken die Namen der in der Dodesheide aktiven Sportvereine: Während der SSC Dodesheide auf dem Gebiet des Stadtteils Sonnenhügel trainiert, hat der VfB Schinkel seine Sportstätte Am Zuschlag eingerichtet – auf dem Gelände der Dodesheide.

Noch als Kneipe oder Bar existent, aber nicht mehr in seiner Rolle als Keimzelle der Osnabrücker Subkultur, ist das Grammophon an der Ellerstraße, das als erster richtiger Rockclub in die Geschichte der Stadt einging.


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