Kinderbewegungsfest in Osnabrück Alte Dosen laden zum Sport ein

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jze Osnabrück. Kinder, die ihre Freizeit am liebsten vor dem Fernseher oder Computer verbringen, kamen am Samstag auf dem Sportplatz an der Jahnstraße mächtig auf Trab. Dort veranstaltete die Kinderbewegungsstadt (KiBS), eine Initiative von Universität und Bürgerstiftung Osnabrück, zum dritten Mal das Bewegungsfest „Spiel-Zeit“.

„Mama, ich möchte noch mal“, sagte der fünfjährige Victor, bevor er zum dritten Mal einen Hindernisparcours in Angriff nahm, bei dem er unter anderem auf umgedrehten Mülleimern und ebenfalls zweckentfremdeten Farbbottichen herumklettern musste. Seine Mutter Aneta Wiesiolek stand derweil an seiner Seite, ermutigte ihren Sohn und nahm ihn an die Hand, als er die letzten Meter auf einem Nudelholz balancierend zurückzulegen hatte.

„Diese Veranstaltung ist wirklich toll. Man nimmt unheimlich viele Ideen mit nach Hause“, meinte die Mutter, als sich Victor gerade von einem an seinem Kopf vorbeifliegenden Etwas ablenken ließ. Bei diesem unbekannten Flugobjekt handelte es sich um einen Tennisball, der mit einem Putzlappen umwickelt war, damit der Ball besonders flattert und für Kinder leichter zu fangen ist.

Wie bei den meisten der 30 von Sportstudentinnen betreuten Stationen stand die Alltagstauglichkeit an oberster Stelle. „Unser Hauptanliegen ist es, dass Kinder lernen, sich von klein auf viel zu bewegen. Dazu wollen wir ihnen und den Eltern kreative Anregungen geben, die sie mit einfachen Mitteln auch zu Hause umsetzen können“, sagte der Bürgerstiftungsvorsitzende Klaus Lang.

Diese Vorgabe erfüllten auch die angehenden Erzieherinnen von der Franz-von-Assisi-Schule, die mit einigen Angeboten vor Ort waren. So standen sich zum Beispiel in einem quadratischen Spielfeld mehrere Kinder mit an den Füßen befestigten Luftballons gegenüber, deren Ziel es war, die Ballons der anderen Teilnehmer zum Platzen zu bringen. Direkt daneben hatte soeben der achtjährige Marius Panzer seinen Vater Heiko im Slalomlauf mit Schuhkartons an den Füßen besiegt. Dieser war trotz der Niederlage begeistert: „Das ist etwas für den nächsten Kindergeburtstag.“

Zum „Spiel-Zeit“-Termin hatten die Organisatoren die KiBS-Bewegungsfibel herausgebracht, in der sämtliche Spiele beschrieben werden. „Man kann die Fibel kostenlos oder gegen eine kleine Spende bei der Bürgerstiftung im Rathaus abholen“, empfahl KiBS-Projektleiterin Anja Wege.


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