Rote Markierungen überflüssig? Ärger um Radweg an Mindener Straße in Osnabrück

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Markierungen können oft hilfreich sein, manchmal aber auch zu Verwirrungen führen. Symbolbild: Sven KienscherfMarkierungen können oft hilfreich sein, manchmal aber auch zu Verwirrungen führen. Symbolbild: Sven Kienscherf

Osnabrück. Susanne Frost ärgert sich jeden Morgen, wenn sie mit dem Fahrrad zu ihrer Arbeit von Bissendorf-Natbergen nach Osnabrück fährt. Immer wieder gebe es Stress mit Autofahrern. Der Grund: die ihrer Ansicht nach irreführende Markierung des Radwegs an der Mindener Straße. Die Stadt will aber an den Markierungen festhalten.

„Bei vielen Einmündungsstraßen in Lüstringen sind auf dem Boden rote Markierungen angebracht, die den Eindruck erwecken, der Radweg würde zwingend auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg weitergeführt“, berichtet Frost.Tatsächlich aber können die Radfahrer auch auf der Straße fahren. Eine Benutzungspflicht für den Radweg gibt es an der Mindener Straße nicht.

Weil der Randstreifen, den sich Fußgänger und Radfahrer teilen, sehr schmal ist, fährt Frost lieber auf der Straße. Bei vielen Autofahrern stoße das aber auf Unverständnis, berichtet sie.

„Autofahrer schreien mich an“

Frost: „Ständig halten Autofahrer neben mir und schreien mich an, dass ich gefälligst auf dem Radweg fahren soll.“ Die 49-Jährige, die im Veranstaltungsbüro der Osnabrück-Halle arbeitet, habe deshalb schon vor etlichen Jahren den Zustand bei der Stadt bemängelt. „Bisher ist aber nichts passiert.“

Frost fordert, dass die roten Markierungen auf der Straße entfernt werden und deutlich gemacht wird, dass der Radweg nicht mehr zwingend auf dem Gehweg weiterführt.

Markierungen dienen Sicherheit der Radfahrer

Die Stadt will an den Markierungen festhalten. Aus Sicht des Fachbereichs Bürger und Ordnung ergeben die Markierungen in den Einmündungsstraßen Sinn. „An den betreffenden Stellen wird der gemeinsame Rad- und Gehweg unterbrochen, deshalb ist es sinnvoll, die Autofahrer optisch darauf hinzuweisen, dass dort Radfahrer queren können“, sagt Karin Heinrich vom Fachbereich gegenüber unserer Redaktion.

„Das dient der Sicherheit der Radfahrer, die nicht auf der Straße fahren, sondern den gemeinsamen Rad- und Fußweg nutzen.“ Es gebe leider keine sinnigen Hinweisschilder, dass Radfahrer ebenso auf der Straße führen können, so Heinrich weiter.


Susanne Frost bemängelt besonders die Einmündungen zu den Straßen Burg Gretesch,

Gerhard-Schoeller-Straße, Am Buchenbrink

und Kleebergstraße sowie die Straßen Gut Sandfort, Am Gretescher Turm, die Lothar-Schoeller-Straße und die Lasallestraße (ski)

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