158 Zimmer für Kongressgäste Alando-Betreiber baut in Osnabrück ein Hotel für Holiday Inn

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Osnabrück. Neben dem Alando-Palais soll ein Holiday-Inn-Hotel mit 158 Zimmern entstehen. Möglichst noch in diesem Jahr will Investor Frederik Heede mit dem Bau des Millionenobjekts beginnen. Stadtbaurat Frank Otte unterzeichnete am Donnerstag eine Vereinbarung mit dem Gastro-Kaufmann, die einem monatelangen Streit ein Ende setzt. Im Gegenzug hat die Stadt nun freie Hand am Ringlokschuppen.

Auf rund 15 Millionen Euro werden die Baukosten für das Hotel am Schnittpunkt von Pottgraben und Niedersachsenstraße geschätzt. Vier Vollgeschosse und ein kleineres Staffelgeschoss sollen innerhalb von 20 Monaten auf dem bisher als Parkplatz genutzten Grundstück entstehen. Mit der Planung hat Heede die Ingenieurgesellschaft Dälken in Georgsmarienhütte beauftragt.

Knackpunkt in den Verhandlungen waren lange Zeit die Stellplätze. Heede und Otte präsentierten nun die Lösung: 80 Stellplätze sollen in einer Tiefgarage unter dem Hotel angelegt werden. Leider, so vermerkte der Alando-Chef, lasse der Fließsand im Untergrund nur eine Ebene zu.

Um den gesetzlichen Auflagen gerecht zu werden, zahlt Heede für 50 weitere Stellplätze eine Ablösesumme von jeweils 7680 Euro an die Stadt. Das Geld kann sie in den ruhenden Verkehr investieren, nicht nur für Autos, sondern auch für Fahrräder.

Frederik Heede verspricht sich vom Hotel eine „verträgliche Nutzung“ neben seinem Alando-Palais. Zielgruppe seien vor allem Kongressgäste. Als Investor und Verpächter weist er darauf hin, dass es sich um ein Garni-Hotel handle, in dem es zwar ein Frühstück, aber kein Mittag- oder Abendessen gebe. Vielleicht belebten die Gäste ja die Alando-Gastronomie, spekuliert der Gastro-Kaufmann.

Den Bauantrag, der einen dicken Ordner füllt, übergab Heede an Stadtbaurat Otte. Für die Stadt bedeutet die Einigung, dass die Rechtsunsicherheit über die Eigentumsverhältnisse am Ringlokschuppen beendet ist. Laut Einigung übt die Stadt nun das Vorkaufsrecht für die 26000 qm große Fläche mit dem denkmalgeschützten Gebäude aus , das Heede ursprünglich von der von der Zion GmbH erwerben wollte.

Otte kündigte an, dass der Ideenwettbewerb für eine vielfältige Nutzung fortgesetzt werden soll. Am Ende will die Stadt den Lokschuppen nicht behalten, sondern weiterverkaufen. Zuvor soll aber festgelegt werden, wie das Gebäude und sein Umfeld künftig gestaltet werden.


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