Neunte Abschiebung verhindert 100 Osnabrücker blockieren Zugang zu Flüchtlingsheim

Von Ulrike Schmidt

Vor dem Flüchtlingsheim an der Bremer Straße formierten sich mehr als 100 Menschen gegen die Abschiebung eines jungen Pakistani. Foto: Bündnis gegen AbschiebungVor dem Flüchtlingsheim an der Bremer Straße formierten sich mehr als 100 Menschen gegen die Abschiebung eines jungen Pakistani. Foto: Bündnis gegen Abschiebung

Osnabrück. Mehr als 100 Menschen haben sich am frühen Montagmorgen erfolgreich gegen die Abschiebung eines jungen Pakistani zur Wehr gesetzt. Das Bündnis gegen Abschiebung hat damit die neunte Abschiebung eines Flüchtlings verhindert.

Schon vor dem Sonnenaufgang waren über 100 Demonstranten der Aufforderung des Bündnisses gegen Abschiebung gefolgt. Sie blockierten die Zugänge zum Flüchtlingsheim an der Bremer Straße.

Dort sollte um 5.30 Uhr ein junger Mann aus Pakistan gemäß des Dublin-Abkommens abgeholt und in den Ersteinreisestaat Ungarn geflogen werden. Nach Auskunft des Bündnisses gegen Abschiebung würde der Asylbewerber nach seiner Ankunft in Haft genommen werden. Angesichts einer „strukturellen Unterversorgung“ der Flüchtlinge in Ungarn wäre der junge Mann dort „einer völligen Perspektivlosigkeit und der Gefahr einer weiteren Abschiebung ausgesetzt“.

Der Pakistani dankte nach der erfolgreichen Aktion in deutscher und englischer Sprache den Demonstranten: „Vielen, vielen Dank, dass ihr alle heute hierher gekommen seid. Wir gehören zusammen! Das ist unser Kampf für Residenz, unsere Rechte und das Leben als Mensch. Ich hoffe, wir werden noch mehr friedliche Kämpfe in Zukunft zusammen haben! Vielen Dank noch mal meine Freunde!“

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