„Jazz!Festival“ im Blue Note Versierte Jungmusiker des Instituts für Musik

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Osnabrück. Jazz der unterschiedlichsten Facetten als Live-Performance: 22 verschiedene Bands und Ensembles traten im Blue Note zum „Jazz!Festival“ des Instituts für Musik (IfM) der Hochschule Osnabrück auf. Wegen der Fußball-WM wurde die Leistungsschau zum Semesterabschluss in diesem Jahr auf zwei anstatt auf obligatorische drei Tage verteilt. Aus diesem Grund starteten die Konzerte bereits nachmittags.

Ob in klassischer Besetzung als Trio, Quartett oder als Big Band, ob mit Gesangsdarbietung oder instrumental, ob selbst geschriebene Stücke oder Fremdkompositionen dargeboten wurden, die stilistische Bandbreite war enorm und spiegelte in etwa das Spektrum wider, mit dem sich die Studierenden des IfM während ihres Studiums beschäftigen.

Da trat beispielsweise die Band „Malstrom“ auf, ein Trio in außergewöhnlicher Besetzung: Ein Saxofonist, ein Gitarrist und ein Schlagzeuger interpretierten eigene Stücke wie „Eine grüne Wiese mit bunten Blumen drauf“. Da lieferte sich Axel Zajac mit seiner unkonventionellen achtsaitigen Gitarre nicht weniger unkonventionelle Schlagabtausche mit Saxofonist Zalim Javaid. Melodisch-schöne Passagen wurden mit experimentell-assoziativen konterkariert, eingefahrene Hörgewohnheiten eingedampft.

Das „PvE Ensemble“ überraschte mit gleich vier Gitarristen, die südamerikanisch angehauchte Klanglandschaften generierten, angereichert mit der fein klingenden Stimme von Julia Falke. Dem Werk des legendären John Coltrane widmete sich derweil ein Quartett, das auf hohem Niveau drei Sätze aus der meisterlichen Suite „A Love Supreme“ interpretierte. Andere Formationen spielten Stücke von Dave Holland , Herbie Hancock , Art Blakey oder Kenny Wheeler , wieder andere mixten Blues- und Soul-Charakteristika in ihren Jazz.

Glanzpunkte setzten spät in der Nacht das IfM Jazz-Orchester und der IfM Jazzchor. Einmal mehr zeigte sich, dass in Osnabrück versierte Musiker ausgebildet werden, die nicht nur handwerklich überzeugen, sondern es auch verstehen, ihre Ideen vor Publikum live darzubieten.


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