Philipp Vorwergk
Über 130 Menschen protestierten am Freitagmorgen friedlich An der Petersburg in OsnabrückÜber 130 Menschen protestierten am Freitagmorgen friedlich An der Petersburg in Osnabrück

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In den Freitagmorgenstunden haben über 130 Osnabrückerinnen und Osnabrücker erneut eine Abschiebung eines geflüchteten Menschen verhindern können.

Ein junger Mann aus Somalia sollte um 9.30 Uhr in den Dublin-Ersteinreisestaat nach Niederlande überstellt werden. Durch das Engagement des breiten Bündnisses gegen Abschiebungen, das seit März dieses Jahres in Osnabrück wieder aktiv ist, konnte auch dieser Versuch, das Menschenrecht zu brechen, vereitelt werden.

Bereits mit Beschluss vom 08.05.2014 (Az 4 L 597/14.Da.A) hatte das Verwaltungsgericht Darmstadt die Überstellung eines abgelehnten somalischen Flüchtlings in die Niederlande im Eilverfahren untersagt und der Klage insoweit aufschiebende Wirkung zugebilligt, da Flüchtlinge dort auf die Straße gesetzt und auch bei erklärter Mitwirkung an ihrer Abschiebung nicht erneut untergebracht und versorgt würden:

Aus dem Beschluss wird unmissverständlich ersichtlich, dass im Rahmen von Abschiebungen geflüchteter Menschen zwingend auch berücksichtigt werden muss, inwiefern diese Maßnahme und ihre Folgewirkungen mit der Würde des Menschen als vereinbar gelten können.

Aus Sicht des Bündnisses gegen Abschiebungen Osnabrück gibt es hier keinen Zweifel: Die unmenschlichen Abschiebungen gehören abgeschafft, sofort, hier und überall.


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