Protestaktion An der Petersburg Osnabrücker verhindern zum siebten Mal Abschiebung

Die Demonstranten blockierten den Eingang des Asylbewerberheims An der Petersburg und verhinderten damit die Abschiebung. Foto: privat/Philipp StröhleDie Demonstranten blockierten den Eingang des Asylbewerberheims An der Petersburg und verhinderten damit die Abschiebung. Foto: privat/Philipp Ströhle

Osnabrück. Mit einer Protestversammlung vor dem Asylbewerberheim An der Petersburg haben Osnabrücker am Mittwochmorgen die Abschiebung eines eritreischen Flüchtlings verhindert.

Es war nach Dienstag die zweite Aktion des Bündnisses gegen Abschiebung in dieser Woche. Insgesamt haben die Teilnehmer inzwischen sieben Abschiebungen verhindert.

Die Flüchtlinge sollten nach der Dublin-Verordnung der EU jeweils in das Land abgeschoben werden, in das der Flüchtling zuerst eingereist ist. Der junge Mann aus Eritrea sollte zurück nach Italien. Allerdings, so das Bündnis, gebe es in Italien für Flüchtlinge keine Unterkunft, keine ausreichende Verpflegung und keine Perspektiven.

„Angesichts der unmenschlichen Asylpolitik liegt es in unserer gesellschaftlichen Verantwortung, aktiv für das Menschenrecht und die Gewähr eines humanen Asylrechts einzutreten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bündnisses.

Erst am Vortag wurde eine weitere Abschiebung in Osnabrück verhindert.


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