Vorwurf der „Lüge“ erhoben Streit über Tierschutz im Zirkus geht weiter

Star-Dompteur Martin Lacey jr. vom Circus Krone mit dem weißen Löwen „King Tonga“. Foto: Carola AlgeStar-Dompteur Martin Lacey jr. vom Circus Krone mit dem weißen Löwen „King Tonga“. Foto: Carola Alge

Osnabrück. Gehören wilde Tiere in den Zirkus? Eine Woche vor dem Gastspiel von Circus Krone in Osnabrück entzweit diese Frage Tierschützer und Zirkusfreunde, wie die Reaktionen auf unseren gestrigen Bericht zeigen. Beide Seiten verweisen auf Gutachten und kritisieren, dass die Zeitung angeblich die jeweils andere Seite bevorzuge.

Als „Lüge“ bezeichnen Tierschützer eine Äußerung von Susanne Matzenau, der Pressesprecherin von Circus Krone. Nach ihren Worten haben Kritiker Anfang Juni in Koblenz auf eine Demonstration verzichtet, nachdem sie die Gehege der Tiere besichtigten. Dass die Demonstration doch stattgefunden habe, belegten aber Bildergalerien und Videos im Internet. Die Fotos zeigen junge Demonstranten mit Transparenten, auf denen etwa zu lesen ist „Artgerecht ist nur die Freiheit“ oder „Kein Applaus für Tierquälerei!“ Ein Datum ist nicht angegeben. Einiges deutet aber darauf hin, dass diese Fotos am 7. Juni entstanden sind.

„Ich habe nicht gelogen“, erklärt hingegen Susanne Matzenau. Am 3. Juni hätten die Tierschützer der Gruppe „Hermelin“ nach einer Besichtigung ihre Demo aufgehoben und bei der Polizei abgemeldet.

Die Rhein-Zeitung berichtete am 5. Juni, die Aktivisten der Gruppe „Hermelin“ hätten die Gelegenheit genutzt, sich den Circus-Krone-Zoo genauer anzuschauen. Zwar hätten sie eine „direkte Tiermisshandlung“ nicht feststellen können. Sie seien aber bei ihrem Statement geblieben, dass Tiere nicht in den Zirkus gehörten.

Hier geht es zu einer Seite, die eine Demonstration von Tierschützern der Gruppe „Hermelin“ in Koblenz zeigt.

Dieses Video soll am 7. Juni entstanden sein.


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