Tierischer Fahndungserfolg Zahmes Stinktier findet Drogen in Osnabrück

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Stinktier Mo hat am Wochenende in Osnabrück in einem Abluftrohr einen Beutel mit Marihuana aufgespürt. Foto: privatStinktier Mo hat am Wochenende in Osnabrück in einem Abluftrohr einen Beutel mit Marihuana aufgespürt. Foto: privat

pm/sph Osnabrück. Hilfe von ungewöhnlicher Seite gab es jetzt für die Polizei in Osnabrück: Ein als Haustier gehaltenes Stinktier hat am Sonntagnachmittag an der Sutthauser Straße ein Drogenversteck aufgespürt.

Der tierische Fahndungserfolg ereignete sich den Angaben der Polizei zufolge bei einem Spaziergang der 26-jährigen Halterin des Tieres, das auf den Namen Mo hört. Auf seiner Schnüffeltour durch Gebüsche und Hauseingänge kletterte die vierbeinige Spürnase in ein Abluftrohr eines Hauses an der Sutthauser Straße – und kam mit einem Beutel Marihuana wieder heraus.

Weniger Interesse an dem Fund als ihr Haustier zeigte jedoch das Skunk-Frauchen: Sie warf die Drogen zunächst weg, kam aber am Dienstag nach einem Gespräch mit Bekannten darauf, doch die Polizei zu verständigen. Die Beamten überprüften den Drogenfundort intensiv, fanden aber keine weiteren Betäubungsmittel. Laut Auskunft von Frank Oevermann von der Pressestelle der Polizeiinspektion Osnabrück handelt es sich bei dem Fund um eine geringe Menge Drogen. Ein „Bunker“, also ein Versteck für größere Mengen Rauschgift, sei das Abluftrohr nicht.

Wer die Drogen am Fundort deponiert hat, ist nach Angaben der Polizei bis jetzt unbekannt. Auf eine Anstellung bei der Polizei darf Stinktier Mo trotz des erfolgreichen Drogenfundes übrigens nicht hoffen: Spekulationen, das Tier werde nun bei der Polizei als „Spürhund“ eingesetzt, wurden von der Pressestelle der Polizei mit einem Augenzwinkern dementiert.


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