Frühstück vor Flüchtlingsheim Abschiebung: Osnabrücker sind wieder zur Stelle

Von Wilfried Hinrichs


Osnabrück. Es werden immer mehr: Über hundert Osnabrücker haben am frühen Dienstagmorgen erneut die geplante Abschiebung eines Flüchtlings verhindert.

Zum fünften Mal stellten sich Menschen aus der Friedensstadt den Behörden in den Weg, die den Auftrag hatten, Hasseb aus Pakistian nach Ungarn zu bringen. Dort war der Flüchtling zuerst eingereist und registriert worden.

Polizei und Ausländerbehörde hatten sich zu 6 Uhr angekündigt, um den Pakistani abzuholen. Um kurz nach 5 Uhr sammelten sich die ersten Demonstranten vor der Tür des Wohnheims an der Petersburg. „Es waren mehr als bei den anderen Terminen“, sagte ein Teilnehmer. Die Gruppe der Demonstranten ist bunt gemischt, Jugendliche und Rentner, Kirchentreue und Autonome verbindet dasselbe Anliegen.

Eine Gruppe bereitete auf dem Gehweg ein Frühstücksbuffet aus. Die Stimmung blieb gelöst – auch weil das Ritual in zwischen eingespielt ist: Polizei und Ausländerbehörde verzichteten darauf, die Abschiebung mit unmittelbaren Zwang durchzusetzen.

Für Hasseb aus Pakistan war es der inzwischen dritte Abschiebetermin . Den ersten hatten die Behörden zu spät zugestellt, die anderen beiden waren von den Demonstranten verhindert worden.