Eröffnung am 28. Juni Neues Costa-Rica-Zentrum an der Uni Osnabrück

Costaricanische Fußballfans feiern in der Hauptstadt San José das sensationelle Weiterkommen ihres Landes bei der Fußball-WM 2014. Foto: ImagoCostaricanische Fußballfans feiern in der Hauptstadt San José das sensationelle Weiterkommen ihres Landes bei der Fußball-WM 2014. Foto: Imago

pm/sst Osnabrück. Bei der Fußball-WM 2014 sorgt Costa Rica nach Siegen über Italien und Uruguay für Aufsehen. Doch was weiß der gemeine Fußballfan schon Genaues über dieses Land? In Osnabrück steht Costa Rica schon seit vielen Jahren im Blickpunkt mehrerer Fächer der Universität. Jetzt werden ihre Arbeiten in einer Forschungsstelle gebündelt.

Ziel des neuen Costa-Rica-Zentrums ist der vergleichende Wissenschaftsaustausch zwischen Deutschland und Costa Rica. Zur feierlichen Eröffnung am Samstag, 28. Juni, um 10 Uhr im Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens sind zahlreiche Wissenschaftler sowie die Rektoren der sechs führenden Universitäten Costa Ricas eingeladen. Ebenfalls erwartet wird José Joaquín Chaverri Sievert, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter des lateinamerikanischen Landes.

Das Zentrum werde unter den internationalen Kooperationen der Universität Osnabrück eine herausragende Stellung einnehmen, sagt der Präsident der Universität Osnabrück, Wolfgang Lücke. „Ich bin mir sicher, dass es darüber hinaus auch eine Strahlkraft entwickeln wird, um neue Anknüpfungspunkte im Wissenstransfer zwischen unserer Universität und diesem lateinamerikanischen Land zu finden.“ Die Themengebiete Bildung und Erziehung, Frieden, Ökonomie, Umwelt, Biodiversität und Nachhaltigkeit stehen dabei im Mittelpunkt. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Beteiligung der Fächer wider: So sind Biologie, Erziehungswissenschaft, Geografie, Katholische Theologie, Psychologie, Romanistik, Sport- und Bewegungswissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften in der neuen Einrichtung vertreten.

Finanziell unterstützt wird das Projekt durch die Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur . Der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Honorarprofessor Hans-Wolf Sievert , ist als Honorarkonsul Costa Ricas und Mitglied des Hochschulrates der Universität sowohl dem lateinamerikanischen Staat als auch der Universität Osnabrück seit vielen Jahren eng verbunden. „Der Aufbau einer solchen Forschungsstelle bezogen auf dieses faszinierende Land ist deutschlandweit einzigartig und birgt Chancen für eine nachhaltige wissenschaftliche Zusammenarbeit auf zahlreichen Feldern“, erklärt Sievert.


Die Republik Costa Rica liegt auf der mittelamerikanischen Landenge zwischen Nicaragua im Norden und Panama im Süden. Es hat 4,6 Millionen Einwohner, die größtenteils europäischer Abstammung sind, und ist flächenmäßig etwa so groß wie Niedersachsen. Die Hauptstadt San José hat etwas mehr als doppelt so viele Einwohner wie Osnabrück, nämlich rund 350.000. Landessprache ist Spanisch. Politisch, wirtschaftlich und kulturell orientiert sich Costa Rica vor allem an den USA. Costa Rica ist ein beliebtes Urlaubsziel der Deutschen: 2012 kamen nach Angaben des Auswärtigen Amtes knapp 50.000 deutsche Touristen ins Land.

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