Für eine andere Art des Lernens Neues Hörsaalgebäude in Osnabrück eröffnet


Osnabrück. Es soll ein Ort sein für eine andere Art des Lernens. So beschreibt Architekt Markus Sporer das neue Hörsaalgebäude auf dem Hochschulcampus Westerberg an der Barbarastraße. Am Dienstag wurde der Bau mit der unkonventionellen Architektur eröffnet.

„Es könnte kippen, aber es kippt nicht“, meinte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert zur Architektur des neuen Gebäudes am Westerberg. Aber seine Balance sei das Geheimnis seiner Ausgewogenheit.

23,5 Millionen Euro hat das Land Niedersachsen in das gemeinsame Projekt von Hochschule und Universität Osnabrück investiert. „Eine gute Investition“, befand Staatssekretärin Andrea Hoops (Grüne) aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Sie zitierte in diesem Zusammenhang den amerikanischen Staatsmann Benjamin Franklin mit dem Satz „Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen“.

„Mutig und futuristisch“ nannte die Staatssekretärin die Architektur und die Raumaufteilung, die „hervorragende Rahmenbedingungen zum Lernen, Forschen und Arbeiten“ biete. Als Erfolgsfaktor habe sich in Osnabrück die Kooperation von Universität und Hochschule erwiesen. Das neue Hörsaalgebäude sei der sichtbare Ausdruck dieser Zusammenarbeit.

Dieses „enge Miteinander“ beider Hochschulen griff auch Uni-Präsident Wolfgang Lücke auf. An kaum einem Standort werde „so intensiv auch in räumlicher Verflechtung“ kooperiert wie in Osnabrück.

Hochschulpräsident Andreas Bertram bekannte, dass er schon als Jurymitglied im Architektenwettbewerb gemeinsam mit dem damaligen Stadtbaurat und heutigen Oberbürgermeister Wolfgang Griesert ein entschiedenes Plädoyer für den Entwurf des Architektenbüros Benthem Crouwel aus Aachen abgegeben habe. Mit den neuen Hochschulgebäuden sei Osnabrück auf der Überholspur. Dennoch gebe es am Westerberg ein großes Raumproblem zu lösen, weil das AVZ aus Brandschutzgründen nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung steht.

Seine Bitte, das Ministerium möge dabei helfen, blieb nicht ungehört. „Die Unterstützung der niedersächsischen Landesregierung bleibt Ihnen auch bei anderen Vorhaben gewiss“, erklärte Staatssekretärin Andrea Hoops.


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